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Gewerkschaftschef Wetzel : IG Metall: Freihandelsabkommen mit Amerika sofort stoppen

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Europäer und Amerikaner hoffen auf ihr Handelsabkommen. Bild: dapd

Seit dem vergangenen Jahr verhandeln Europa und Amerika ein großes Freihandelsabkommen. Jetzt grätscht die IG Metall dazwischen. Ihr Chef zweifelt daran, dass es etwas bringt.

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          Europas größte Gewerkschaft stellt sich gegen die angestrebte Freihandelszone der Europäischen Union mit den Vereinigten Staaten. Die Verhandlungen zwischen der EU und den Amerikanern müssten sofort gestoppt werden, forderte der Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“: Das avisierte Abkommen habe keinen erkennbaren Nutzen, richte aber viel Schaden an.

          „Es geht ausschließlich um die Absenkung von Schutzmechanismen für Verbraucher und Arbeitnehmer“, sagte Wetzel. Obwohl die Arbeitnehmerrechte nicht direkter Gegenstand der Verhandlungen seien, würden sie nach Wetzels Einschätzung durch die verschärfte Konkurrenz in der Freihandelszone mittelbar unter Druck geraten.

          Wetzel zweifelte auch Prognosen an, die zusätzliche Jobs und Wirtschaftswachstum als Folge des Freihandels vorhersagen. „Kein Mensch kann aus den geplanten Maßnahmen exakte Wachstumsziffern über Jahrzehnte herausrechnen.“ Selbst wenn die Prognosen zuträfen, wären die Zuwächse lächerlich gering.

          Das TTIP-Abkommen ist das größte Handelsprojekt der EU seit dem faktischen Scheitern der Doha-Welthandelsrunde: Mit einem großen Wurf wollen Europäer und Amerikaner nicht nur so gut wie alle (ohnehin meist schon niedrigen) Zölle beseitigen. Schweren sind die regulatorischen Hürden. 120 Milliarden Euro im Jahr soll das der europäischen Wirtschaft bringen.

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