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Gewerkschaften : CDU-Politikerin folgt Engelen-Kefer

  • Aktualisiert am

Ursula Engelen-Kefer wird Abschied nehmen Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Der DGB formiert seine Spitze neu: Ingrid Sehrbock vom Arbeitnehmer-Flügel der Union soll im Mai Ursula Engelen-Kefer als stellvertretende Vorsitzende ablösen. Das bestätigte DGB-Chef Sommer.

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          Die CDU-Politikerin Ingrid Sehrbrock soll die Nachfolge der bisherigen stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Ursula Engelen-Kefer antreten. Der Bundesvorstand habe Sehrbrock für den Posten nominiert, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Freitag in Berlin.

          Sehrbrock ist stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und gehört der Gewerkschaft Verdi an. Sie ist schon seit Ende 1999 im DGB-Vorstand. Neu in den Vorstand aufrücken soll die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Annelie Buntenbach. Sommer selbst will sich auf dem DGB-Bundeskongreß Ende Mai in Berlin zur Wiederwahl stellen. Die Verteilung der Zuständigkeiten im neuen DGB-Vorstand werde erst nach der Wahl erfolgen, sagte Sommer lautvorab veröffentlichtem Redetext.

          „Genau das richtige Signal“

          Neben der 62jährigen Engelen-Kefer wird auch Heinz Putzhammer dem nächsten DGB-Vorstand nicht mehr angehören. In den vergangenen Tagen war in den Medien darüber spekuliert worden, ob Engelen-Kefer beim Bundeskongress noch einmal antreten wird. Es hatte auch Berichte gegeben, Buntenbach, die seit 2002 die Abteilung Sozialpolitik bei der IG BAU leitet, solle ihre Nachfolge als DGB-Vize antreten. Auf den jetzigen Personalvorschlag hatte sich der DGB-Bundesvorstand am Dienstag bei einer Klausurtagung in Neuhardenberg geeinigt.

          Künftig Sommers Stellvertreter: Ingrid Sehrbrock

          Der CDA-Bundesvorstand begrüßte die Nominierung Sehrbrocks. Dies sei „ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Einheitsgewerkschaft“, erklärte der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann in Berlin. „Nur durch die ausgeglichene Präsenz aller politischen Strömungen im obersten Gremium der Gewerkschaften kann deren Einheit erhalten bleiben.“ Sein Stellvertreter Gerald Weiß betonte, Sehrbrock stehe für wichtige Zukunftsthemen wie Bildung und Ausbildung. „Das ist genau das richtige Signal.“

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