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Gesundheit : Verband: Privatversicherte werden stärker zur Kasse gebeten

  • Aktualisiert am

Werden zur Kasse gebeten: Privatpatienten Bild: AP

Mitglieder der privaten Krankenversicherung müssen nach Schätzung des PKV-Verbands ab 2009 wegen der Gesundheitsreform mindestens zehn Prozent mehr zahlen. Dies geht aus einem Zeitungsbericht hervor. Neukunden soll es noch härter treffen.

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          Mitglieder der privaten Krankenversicherung müssen nach Schätzung des PKV-Verbands ab 2009 wegen der Gesundheitsreform mindestens zehn Prozent mehr zahlen.

          Dies sagte Verbandschef Reinhold Schulte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Dienstag. Die Tarife für neue Kunden würden um mindestens zwölf Prozent steigen.

          So viel koste es die Versicherungen allein, dass Kunden künftig bei einem Versicherungs- oder Tarifwechsel ihre Altersrückstellungen teilweise mitnehmen dürfen, meinte Schulte. Bisher geht das nicht, deshalb können ältere PKV-Versicherte kaum noch die Versicherung wechseln, ohne erheblich drauf zu zahlen.

          „So etwas hat es in der Geschichte noch nie gegeben“

          Schulte kritisierte, die Koalition plane einen Eingriff in bestehende Verträge. „So etwas hat es in der Geschichte der deutschen Krankenversicherung noch nie gegeben. Damit unterhöhlt die Koalition das Vertrauen in den Rechtsstaat.“

          Zuvor hatte die PKV vor Beitragssteigerungen von 50 Prozent oder mehr gewarnt. Union und SPD hatten deshalb zuletzt die Reform der privaten Krankenversicherung erheblich abgemildert. So war der Zugang zum neuen Basistarif, von dem die Versicherer Verluste erwarten, drastisch eingeschränkt worden. Das Mitnahmerecht für die Altersrückstellungen gilt auch nur eingeschränkt, nämlich nur im „Umfang des Basistarifs“ auch bei höherwertigem Versicherungsschutz.

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