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Geringverdiener : SPD streitet über Wohngelderhöhung

  • Aktualisiert am

Beim Wohngeld sind sie sich nicht einig: Kabinettskollegen Steinbrück und Tiefensee Bild: dpa/dpaweb

Der überraschende Vorschlag von Bundesbauminister Tiefensee, das Wohngeld für Geringverdiener zu erhöhen, ist bei seinem Kabinettskollegen Peer Steinbrück auf starke Kritik gestoßen. Auch Teile der Union zweifeln an der Finanzierbarkeit des Vorhabens.

          Mit seinem überraschenden Vorstoß für eine Erhöhung des Wohngeldes ist Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee bei seinem Kabinettskollegen Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) auf deutliche Kritik gestoßen.

          Tiefensee habe „den Fehler gemacht, dass er erst in die Öffentlichkeit gegangen ist und dann erst mit mir sprechen möchte“, sagte Steinbrück am Freitag im Deutschlandfunk. Er stehe den Plänen „skeptisch“ gegenüber.

          „Wünschenswert, aber nicht finanzierbar“

          Bei der Union hat Tiefensees unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Er sei sehr aufgeschlossen für eine Anhebung des Wohngeldes unter besonderer Berücksichtigung stark gestiegener Heizkosten, sagte CSU-Chef Erwin Huber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter wies den Vorstoß hingegen zurück. „Das ist wünschenswert, aber nicht finanzierbar“, sagte Kampeter der „Mitteldeutschen Zeitung“.

          Unterstützt wird das Vorhaben jedoch erwartungsgemäß vom Deutschen Mieterbund und Wohnungsverbänden. Für die 690.000 sozial schwachen Haushalte bleibt damit vorerst offen, ob sie nach sieben Jahren erstmals wieder mit einer Erhöhung des Wohngeldes rechnen können. Das Wohngeld wird in Form eines Zuschusses zur Miete oder zu den Kosten für das Eigenheim gezahlt.

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