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Gary Cohn : Trump-Berater lobt die Fed

  • Aktualisiert am

Gary Cohn Bild: EPA

Die amerikanische Zentralbank wird am Mittwoch wohl wieder die Zinsen anheben. Eigentlich will Trump die Fed-Chefin loswerden. Doch jetzt findet er nette Worte für ihre Arbeit.

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          Die neue amerikanische Regierung rüstet im Streit mit der Notenbank Fed ab. Der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Gary Cohn, sagte dem Sender Fox News am Sonntag, die Fed mache einen guten Job. Die Regierung respektiere ihre Unabhängigkeit. Die Trump-Administration werde ungeachtet aller Maßnahmen der Fed weiter daran arbeiten, Hindernisse zum Schaffen von Arbeitsplätzen aus dem Weg zu räumen.

          Die Zentralbank wird am Mittwoch aller Wahrscheinlichkeit nach abermals die Zinsen anheben. Das dürfte den Dollar stärken und die amerikanischen Exporteure belasten. Die Fed will verhindern, dass die amerikanische Wirtschaft, in der zuletzt überraschend viele Jobs entstanden sind, überhitzt.

          Im Wahlkampf hatte Trump Fed-Chefin Janet Yellen vorgeworfen, auf Geheiß des früheren Präsidenten Barack Obama die Zinsen künstlich niedrig zu halten, damit es an der Börse nicht zu Turbulenzen kommt. Es wird erwartet, dass der Republikaner Yellen keine zweite Amtszeit ermöglicht.

          Auf der Suche nach einem neuen Wall-Street-Chefaufseher hatte Trump allerdings kürzlich eine Absage kassiert. Der General-Electric-Manager David Nason habe dem Präsidialamt mitgeteilt, dass er nicht länger als Kandidat für den Posten bei der Notenbank Federal Reserve berücksichtigt werden möchte, teilte der Mischkonzern am Mittwoch mit. Nason wolle sich weiter bei GE betätigen, hieß es zur Begründung. Nason galt als Favorit für den Fed-Posten, auf dem er die tagtägliche Überwachung führender Geldhäuser verantwortet hätte. Diese Rolle ist zentral für Trumps Pläne, die nach der Finanzkrise von 2008 verschärfte Aufsicht wieder zu lockern.

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