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Für Aufsichtsräte : Bundestag beschließt Frauenquote

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Die Frauenquote kommt: Angestellte in Tokio Bild: dpa

Mit großer Mehrheit wurde die Einführung einer Frauenquote in den Aufsichtsräten von Großunternehmen beschlossen. Mehr als 100 börsennotierte Konzerne werden davon betroffen sein.

          Der Bundestag hat mit großer Mehrheit die Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von Großunternehmen beschlossen. Betroffen sind ab 2016 gut 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen. Für den Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung stimmten am Freitag Union und SPD. Grüne und Linke enthielten sich. Frauenministerin Manuela Schwesig sprach von einem „historischen Schritt“ zur Durchsetzung der Gleichberechtigung. 3500 weitere Unternehmen müssen sich künftig verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen setzen.

          Die Frauenquote für Aufsichtsräte trägt nach Worten von Bundesjustizminister Heiko Maas zur Modernisierung der deutschen Gesellschaft bei. Sie sei „der größte Beitrag zur Gleichberechtigung seit Einführung des Frauenwahlrechtes“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundestag. „Nach der politischen Macht bekommen Frauen endlich auch einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Macht.“ Das Frauenwahlrecht war in Deutschland 1918 eingeführt worden. Die Quote für Führungskräfte diene nun auch der Sicherung von Wohlstand und Wachstum, sagte Maas. Das Potenzial gut ausgebildeter Frauen dürfe angesichts der Alterung der Gesellschaft nicht ungenutzt bleiben.

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