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Frankreich : Gericht kappt Hollandes Reichensteuer

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Präsident Hollande ist bei den wohlhabenden Franzosen mit der Reichensteuer auf heftigen Widerstand gestoßen Bild: REUTERS

Das Prestigeobjekt des französischen Präsidenten Hollande verliert deutlich an Fahrt. Frankreichs höchstes Gericht will bei der geplanten Reichensteuer einem Zeitungsbericht zufolge maximal einen Satz von 66 statt 75 Prozent tolerieren.

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          Frankreichs höchstes Gericht wird die Pläne der Regierung zur Reichensteuer einem Zeitungsbericht zufolge deutlich kappen. Statt der von Präsident Francois Hollande geplanten 75 Prozent werde der Verfassungsrat maximal 66,66 Prozent tolerieren, berichtete die Zeitung „Le Figaro“ am Mittwochabend.

          Der von Hollande ab 2013 vorgesehene Steuersatz von 75 Prozent auf Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro ist ein Prestigeobjekt des Präsidenten. Der Verfassungsrat hatte die Einführung aber bereits Ende Dezember untersagt.

          Hollandes Pläne haben einen Proteststurm vor allem unter wohlhabenden Franzosen ausgelöst. Der Schauspieler Gerard Depardieu etwa nahm aus Protest die russische Staatsbürgerschaft an, die Filmlegende Brigitte Bardot drohte ebenfalls damit. In Russland gilt eine pauschale Einkommensteuer von 13 Prozent.

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