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Fracking, Flughafen, Tiefbahnhof : Oettinger: Deutsche müssen Risiken eingehen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger Bild: AFP

Die Deutschen gehen zu wenige Risiken ein, findet EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Weil es ihnen zurzeit gut gehe. Doch jetzt drohe Deutschland, seine Entwicklung zu vernachlässigen.

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          EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die Deutschen davor gewarnt wichtige Entwicklungen zu verpassen, weil es ihnen momentan wirtschaftlich gut geht. Die Debatte über neue Technologien wie die oft als „Fracking“ bezeichnete Schiefergasförderung werde so emotional geführt, dass sie faktisch zum „Aus“ der Forschung führe, sagte Oettinger im Gespräch mit dieser Zeitung, das am Dienstag in der Druckausgabe erscheint.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          „Deutschland ist so stark, dass es Gefahr läuft, notwendige Projekte, auch den Ausbau der Infrastruktur zurückzustellen“, sagte Oettinger. „Das würde sich im nächsten Jahrzehnt rächen.“ Auch die Ablehnung neuer Start- und Landebahnen, vom Tiefbahnhof „Stuttgart 21“ und die Forderung nach Nachtflugverboten gehörten in diese Kategorie. „Wir müssen bereit sein, gewisse Risiken einzugehen, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen“, sagte Oettinger weiter.

          Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg begrüßte, dass Deutschland endlich eine ernsthafte Debatte über den Strompreis führe. Die Förderung der erneuerbaren Energiequellen müsse grundlegend reformiert werden. Eine Senkung der Stromsteuer lehnte Oettinger ab. Sie verzögere nur die nötigen Reformen des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG).

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