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Forschungsinstitut der Arbeitsagentur : Studie: Hartz-Reformen haben Arbeitsmarkt verbessert

  • Aktualisiert am

Auch die Idee zu den Jobcentern stammt aus der Agenda 2010. Bild: dpa

Unternehmen bieten mehr offene Stellen, Arbeitslose finden schneller Arbeit und mehr Menschen sind beschäftigt: Diese Entwicklungen schreibt die Bundesagentur für Arbeit den Hartz-Reformen zu.

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          Die umstrittenen Hartz-Reformen haben nach einer Studie des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit zur Trendwende am Arbeitsmarkt beigetragen. „Unternehmen bieten mehr offene Stellen, Arbeitslose finden schneller einen Job und mehr Menschen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt als vor den Reformen“, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Die Funktionsweise des Arbeitsmarkts hat sich verbessert.“

          Die Forscher bescheinigen den Reformen einen nachhaltigen Effekt. Sie hätten Deutschland sowohl für die große Rezession der Jahre 2008 und 2009 als auch für die aktuelle Staatsschuldenkrise „gut gerüstet“. Nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zwischen 1992 und 2005 um zehn Prozent oder drei Millionen Personen ab, so sei der Abwärtstrend nach den Hartz-Reformen gebrochen worden. „Steiler als im Aufschwung zuvor stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, obwohl die Wachstumsraten der Wirtschaft in etwa gleich waren“, hieß es. „Dabei nahm insbesondere die Vollzeitbeschäftigung wieder zu.“

          Mit rund 2,9 Millionen erreichte die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit 1991. Im Vergleich zu 2005 sind damit insgesamt 40 Prozent weniger Menschen arbeitslos. „Die Entwicklung hat aber auch Schattenseiten“, betonten die Forscher. „Gerade Arbeitslose finden aber häufig nur Jobs von kurzer Dauer.“ Der Niedriglohnsektor sei zudem gewachsen. Gleichzeitig sei der Anteil an befristet oder geringfügig Beschäftigten und Leiharbeitern deutlich gestiegen.

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