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Weltbank warnt : Folgen des Klimawandels sind nicht mehr zu heilen

  • Aktualisiert am

Flut in Pakistan: Werden solche Bilder bald zur Normalität? Bild: dpa

Hitzewellen und ein Anstieg des Meeresspiegels: Einige Folgen des Klimawandels sind nach einem Bericht der Weltbank umumkehrbar – selbst wenn die Regierungen jetzt noch schnell handeln. Das trifft vor allem die ärmeren Länder.

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          Einige Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen und ein Anstieg des Meeresspiegels lassen sich nach Einschätzung von Klimaforschern wohl weder aufhalten noch umkehren. Zudem müssten Wetterextreme als Normalität eingestuft werden, heißt es in einem am Sonntag von der Weltbank veröffentlichten Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das sei selbst dann der Fall, wenn die Regierungen schnell genug handelten, um ihre Treibhausgas-Emissionen zu senken, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

          Die Erkenntnisse des Berichts mit dem Titel „Die Hitze runterdrehen - Der neuen Klimanormalität ins Auge sehen“, sind alarmierend. Demnach wird unter anderem der Meeresspiegel in den kommenden Jahrhunderten stetig ansteigen. Die Temperaturen seien im Schnitt bereits um etwa 0,8 Grad seit der Industriellen Revolution geklettert.

          Verheerende Folgen für arme Menschen

          Verheerende Folgen hat die Erderwärmung dem Bericht zufolge für die Menschen in ärmeren Regionen. Der Klimawandel sei ein steigendes Risiko für den Entwicklungsprozess und könne die globalen Anstrengungen im Kampf gegen „extreme Armut unterminieren“, heißt es in dem Bericht. Auch Hans Joachim Schnellnhuber vom PIK erklärte, die Folgen der Erderwärmung würden in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich „vor allem die treffen, die am wenigsten zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beigetragen haben: die Armen der Welt“.

          Dem Bericht zufolge werden vor allem die Länder in den Tropen die Folgen der Erderwärmung zu spüren bekommen. In diesen Ländern seien es wiederum die ärmsten Menschen, die besonders anfällig für zusätzliche Belastungen sind.

          Die Forscher warnten besonders vor Risiken für Menschen in Regionen, wo mehrere Klimafolgen zusammentreffen: So könnten die Anden beispielsweise unter saisonaler Wasserknappheit leiden, während dort zugleich die Lebensmittelpreise ansteigen. Die Autoren forderten daher, „die gesamte Kette der Klimafolgen zu betrachten“, also zum Beispiel Hitzewellen, die Ernteausfälle auslösen und sich wiederum so auf die Gesundheit der Menschen auswirken.

          In dem Bericht mahnte die Weltbank außerdem zu entschlossenen Anstrengungen, um eine Erwärmung um bis zu vier Grad noch in diesem Jahrhundert im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu vermeiden. In Paris soll beim UN-Klimagipfel Ende 2015 ein neues bindendes Abkommen für die Zeit nach 2020 erreicht werden, um die Erderwärmung unter der kritischen Grenze von zwei Grad zu halten.

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