Folgen der Energiewende :
Polen wehrt deutschen Windstrom ab

Von Andreas Mihm, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Das Leitungsnetz muss auf den Strom aus Windkraftanlagen eingestellt werden.
Unerbetene Windstromexporte aus Deutschland nach Polen und Tschechien sollen künftig gestoppt werden. Die Netzbetreiber reagieren damit auf den rasanten Ökostromausbau hierzulande.
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Unerbetene Windstromexporte aus Deutschland nach Polen und Tschechien sollen künftig gestoppt werden, auch um eine drohende Destabilisierung von Netz und Versorgungssicherheit in den Nachbarstaaten zu verhindern. Einen Vertrag, der den Bau von Windstromsperren vorsieht, hat der ostdeutsche Stromübertragungsnetzbetreiber 50 Hertz diese Woche mit dem polnischen Netzbetreiber PSE geschlossen. Eine ähnliche Regelung strebe man auch mit dem tschechischen Netzbetreiber Ceps an, sagte 50 Hertz-Geschäftsführer Dirk Biermann dieser Zeitung. Das Abkommen sieht unter anderem den Bau technischer Anlagen für die Steuerung der Stromflüsse vor. Damit kann der physikalische Widerstand erhöht und deutscher Windstrom abgewehrt werden.

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