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Arbeitsmarkt : Flüchtlinge verdienen weniger als andere Migranten

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge auf der Suche nach Arbeit Bild: dpa

Rund 80 Prozent der zwischen 1990 und 2010 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge hätten bei ihrer Ankunft über keinerlei Deutschkenntnisse verfügt, zeigt eine Studie.

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          Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, hat geringere Verdienstchancen als Einheimische oder andere Migranten. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass Flüchtlinge auch Jahre nach ihrer Ankunft noch weniger verdienen als Menschen, die als Arbeitsmigranten, Aussiedler oder als Familienangehörige nach Deutschland gekommen sind. Nach der Untersuchung, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, verdienten Flüchtlinge im Jahr 2013 - also vor Einführung des Mindestlohns - durchschnittlich 11,80 Euro pro Stunde. Für alle anderen Migranten ermittelten die Forscher einen Bruttostundenlohn von 14,80 Euro. Zum Vergleich: Deutsche ohne Migrationsgeschichte verdienten im Schnitt 16,60 Euro pro Stunde.

          Ein Grund für den Unterschied ist nach Meinung der Wissenschaftler die längere Anlaufzeit, die viele Flüchtlinge brauchen, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das DIW forderte deshalb, „institutionelle Hürden, die einer zügigen Arbeitsmarktintegration Geflüchteter im Wege stehen“, sollten rasch abgebaut werden. Positiv könnten sich ihrer Ansicht nach auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie die Schaffung gemeinnütziger Jobs für Asylbewerber und Geduldete im laufenden Verfahrens auswirken.

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