https://www.faz.net/-gqe-7ztaa

Ratingagentur Fitch : Österreich verliert die beste Bonitätsnote

  • Aktualisiert am

Alpenpanorama mit Flagge: in Tirol. Bild: dpa

Österreichs Staatsschulden steigen. Deshalb hat die Ratingagentur Fitch das Land heruntergestuft. Die Regierung gibt sich trotzdem optimistisch.

          1 Min.

          Die Ratingagentur Fitch hat Österreich wegen dessen deutlich gestiegener Verschuldung die Bestnote entzogen. Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit der Alpenrepublik sei um eine Stufe von „AAA“ auf „AA+“ verringert worden, teilte das Institut am Freitagabend mit. Mit weiteren Abstufungen muss Österreich zunächst nicht rechnen, der Ausblick wurde von Fitch auf „stabil“ gesetzt.

          Die Agentur verwies auf den bis vor kurzem nicht erwarteten starken Anstieg der Staatsschulden auf 89 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das sei höher als bei allen anderen Staaten mit einer Top-Bonität - abgesehen von den Vereinigten Staaten. Zudem geht Fitch davon aus, dass Österreich seine Verschuldung langsamer abbauen wird, als bislang erwartet worden war. Zuvor hatte die Agentur damit gerechnet, dass die Staatsschulden bis 2017 auf 70 Prozent des BIP zurückgehen werden.

          Bei der großen Ratingagentur Moody's hat Österreich noch die Bestnote, bei „Standard & Poor's“ allerdings auch nur noch die zweitbeste. Das Finanzministerium in Wien erklärte, die Herabstufung sei durch eine „Neuberechnung des Schuldenstandes nach dem europäischen System und der aktiven Aufarbeitung der Verbindlichkeiten aus diversen Banken-Restrukturierungen“ ausgelöst worden. Man befürchte daher keine negativen Auswirkungen, Österreich bleibe „eine der besten Adressen für Investoren“.

          Öffnen
          Für Europa : Das Rating der wichtigsten Länder Bild: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Im Steinbruch des Baustoffkonzerns HeidelbergCement

          Klimakiller Zement : Das Fundament der Welt wird zum Feindbild

          Die Zementindustrie verursacht sieben bis acht Prozent aller Treibhausgase: Heidelcement stößt so viel aus wie ganz Österreich. Der Emissionshandel stößt hier an seine Grenzen, das Bauen wird sicher teurer. Gibt es eine Lösung?

          Alltag in modernen Werkhallen : Arbeiterklasse 4.0

          Der klassische Blaumann hat vielerorts ausgedient. Doch auch in der High-End-Fertigung heißt es „Arbeiter bleibt Arbeiter“. Sechs Beschäftigte schildern ihren Alltag in modernen Werkhallen.
          Élisabeth („Zaza“) Lacoin und Simone de Beauvoir, 1928

          Simone de Beauvoir : Dieses dringende Verlangen nach ihrer Nähe

          Zwischen Verehrung, Sehnsucht und dem Mysterium sexuellen Begehrens: Nach fast siebzig Jahren erscheint mit dem Roman „Die Unzertrennlichen“ erstmals Simone de Beauvoirs Geschichte einer frühen Frauenliebe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.