https://www.faz.net/-gqe-vb0e

Finanzierungslücke bleibt : Bund zahlt mehr für Transrapid

  • Aktualisiert am

Das Münchener Transrapid-Projekt: Die Finanzierung ist noch immer nicht völlig geklärt Bild: ddp

Der Bund hat seine Mittel für die Finanzierung der Münchner Transrapid-Strecke von 550 auf 925 Millionen Euro aufgestockt. Trotzdem ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Das wurde nach einem Treffen von Bundesverkehrsminister Tiefensee mit dem bayerischen Verkehrsminister Erwin Huber deutlich.

          1 Min.

          Die Finanzierung für den Bau einer Transrapidstrecke in München ist trotz einer deutlich höheren Beteiligung des Bundes noch nicht gesichert. Der Bund sei bereit, 925 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung zustellen, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Montag nach einem Treffen mit dem bayerischen Verkehrsminister Erwin Huber (CSU) in Berlin. Dies sei „die absolute Obergrenze“.

          Bedingung sei, dass die Risiken für Mehrkosten von anderen getragen würden. Bislang hatte der Bund 550 Millionen Euro für das mit 1,85 Milliarden Euro veranschlagte Projekt zugesagt. Tiefensee sagte weiter, die Bundesregierung wolle die Transrapid-Technologie vorantreiben, jedoch gelte dabei: „Wir werden das nicht um jeden Preis tun.“

          Finanzierungslücke von 165 Millionen Euro

          Das Land Bayern hat laut Huber einen Beitrag von 475 Millionen Euro für den Bau der Strecke vom Münchner Flughafen zum Hauptbahnhof zugesagt. Weitere 185 Millionen Euro sollten von der Deutschen Bahn sowie 100 Millionen Euro vom Flughafen München kommen, berichteten die Minister.

          Es bleibe eine Finanzierungslücke von 165 Millionen Euro gegenüber dem bisherigen Kostenvoranschlag sowie das Risiko für eventuelle Mehrkosten des Projektes. Über diese beiden Punkte müssten sich nun Bayern, die Deutsche Bahn, der Flughafen München, die EU und die Industrie verständigen, sagte Tiefensee. Er zeigte sich skeptisch, dass eine mögliche EU-Hilfe nennenswert zur Schließung der Finanzierungslücke beitragen könnte.

          Bayerns Verkehrsminister Huber zeigte sich für die Umsetzung des Projektes optimistisch. „Ich halte die jetzige Lücke für finanzierbar“, sagte er. Das Verhandlungsergebnis sei ein bedeutender Schritt nach vorne.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sogenannte Fußballfans in Bulgarien, einem „der tolerantesten Länder der Welt“?

          Gegen den Hass : Die Strafen müssen weh tun

          Im Fußball hat sich ein Klima entwickelt, in dem sich Rassisten und Nazis ungeniert ausleben. Sanktionen schlugen bislang fehl. Ohne Punktabzüge und Disqualifikationen wird es nicht gehen. Aber selbst das reicht nicht.
          Wer zu den Besten in der Forschung gehören möchte, muss sich den Platz hart erkämpfen. Auch in Deutschland gibt es hierfür inzwischen Graduiertenschulen, die die Promovierenden unterstützen.

          Spitzenforschung : Wo die Promotion zur Selektion wird

          Amerikas Dominanz in der Spitzenforschung hat auch die hiesige Nachwuchsförderung kräftig umgekrempelt. Wer oben mitspielen will, muss an eine Graduiertenschule und sich von dort aus die begehrten Plätze erkämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.