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Staatsfinanzen : Fast 30 Milliarden Euro Überschuss in öffentlichen Kassen

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Schon 2014 hat der Staat erstmals seit Jahrzehnten mehr eingenommen als ausgegeben. Jetzt hat er den Überschuss mehr als verdreifacht.

          Die öffentlichen Kassen haben ihren Überschuss dank sprudelnder Einnahmen im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung hätten 29,5 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben, das sei der bisher höchste Finanzierungsüberschuss, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag aufgrund vorläufiger Ergebnisse mit. Zum zweiten Mal hintereinander wurde ein positiver Saldo erzielt, 2014 hatte unter dem Strich ein Plus von 8,1 Milliarden Euro gestanden.

          Auch die Gemeinden, die 2014 noch ein Defizit von 600 Millionen Euro ausgewiesen hatten, erzielten diesmal ein Plus. Sie nahmen 3,2 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben. Während Bund, Länder und Gemeinden ihre Überschüsse im vergangenen Jahr deutlich steigerten, verkleinerte sich das Plus bei der Sozialversicherung. Grund dafür sind nach Angaben der Statistiker steigende Ausgaben der Renten- und Krankenversicherung.

          Im Unterschied zum kassenmäßigen Finanzierungsüberschuss des öffentlichen Gesamthaushalts wurde in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für 2015 ein Überschuss von 19,4 Milliarden Euro berechnet. Für die Abweichung sind nach Darstellung des Bundesamts methodische Unterschiede in den Statistiken verantwortlich. Die noch ausstehenden Endergebnisse könnten von den jetzigen vorläufigen Berechnungen um mehreren Milliarden abweichen.

          Den Überschüssen in den vergangenen beiden Jahren stehen freilich die in der Vergangenheit angehäuften Schulden gegenüber. Insgesamt haben sich seit 1950 mehr als 2000 Milliarden Euro Schulden der öffentlichen Hand angesammelt.

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