https://www.faz.net/-gqe-7tggv

Fahrdienste : Uber versus Taxi

  • -Aktualisiert am

Ein Gericht untersagt Uber die Vermittlung privater Fahrten in ganz Deutschland. Aber die Firma lacht darüber. So dreist war noch keiner.

          Frecher geht es kaum: Der Taxikonkurrent Uber will sich dem Urteil des Landgerichts Frankfurt schlicht widersetzen und weiter in ganz Deutschland private Fahrer via Smartphone-App vermitteln. Die Verfügung sei zu Unrecht erlassen worden, heißt es zur Begründung. So dreist hat selten ein Unternehmen die deutsche Justiz ignoriert.

          Dabei gibt es durchaus gute Gründe, das streng regulierte Taxigewerbe zu liberalisieren und neuen Wettbewerbern – auch aus dem Internet – den Zutritt zu ermöglichen. Mehr Servicequalität wäre wünschenswert: Wer einem Taxifahrer schon einmal erklären musste, wo es eigentlich lang geht, oder für vermeintlich zu kurze Fahrten kritisiert wurde, weiß, wovon die Rede ist.

          Gleichzeitig unterliegen Taxifahrer auch Pflichten, die durchaus schützenswert sind: So dürfen sie keine Fahrgäste ablehnen und die Preise – anders als das amerikanische Start-up Uber es handhabt – bei Schneestürmen oder zu Messezeiten nicht einfach anheben.

          Vielleicht gibt es ja einen Weg, wie beide Seiten friedlich nebeneinander existieren können. Es wäre eine Aufgabe für die Politik, sich darüber einmal Gedanken zu machen. Der Fahrgast wird es danken.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          VW verklagt sein Personal

          Dieselskandal : VW verklagt sein Personal

          Während der ehemalige Chef Martin Winterkorn sein Altersruhegeld bezieht, verklagt der Konzern wegen des Dieselskandals sein Personal. Am Donnerstag fällt eine Entscheidung.

          ö statt ë?

          Citroën-Werbung : ö statt ë?

          Citroën heißt ab jetzt Zitrön. Das stimmt zwar nicht, aber das Video zu dem Werbe-Gag der Franzosen ist trotzdem sehenswert.

          Topmeldungen

          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.