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EZB-Konferenz in Sintra : Die Helden der Krise

  • -Aktualisiert am

Euro-Krisenheld? EZB-Präsident Mario Draghi Bild: AP

Eine Mächtige der Finanzwelt lobt die in Portugal tagenden Notenbankchefs als „Helden“, aber EZB-Präsident Draghi erkennt nach der Europawahl: Die Wähler wollen bessere Antworten.

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          Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat sich über die Wahlgewinne der europakritischen Parteien besorgt gezeigt. „Die Wähler in ganz Europa haben sich klar von ihren Positionen gelöst“, sagte Draghi am Sonntag vor Notenbankern, Ökonomen und Politikern auf einer großen Konferenz der EZB im portugiesischen Sintra.

          Den Wahlausgang sieht er als direkte Aufforderung an die Notenbank. „Die Wähler verlangen bessere Antworten auf ihre Fragen zu den Themen Wachstum und Verteilung. Und sie verlangen diese Antworten von uns.“

          Nicht nur auf die Inflation achten

          Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, forderte auf der Konferenz die Zentralbanken der Industrieländer auf, sie sollten enger zusammenarbeiten. Es sei an der Zeit, dass man aufhöre, Geldpolitik aus nationaler Sicht zu sehen. Zudem forderte sie, Notenbanken sollten mehr Ziele als nur die Bändigung der Inflation verfolgen – wie es etwa der EZB vorgegeben ist.

          „Zentralbanken haben jetzt schon und werden auch in der Zukunft ein breiteres Mandat haben“, sagte sie und nannte als weitere mögliche Ziele, die Notenbanken verfolgen könnten: Wachstum, Arbeitsplätze und Finanzstabilität. Lagarde appellierte direkt an die beinahe vollständig anwesenden europäischen Notenbank-Chefs: „Für mich sind Sie, die Zentralbanker, die Helden der Krise. Und Sie haben die Möglichkeit, das zu bleiben.“

          Im portugiesischen Sintra nahe Lissabon veranstaltet die EZB in diesem Jahr zum ersten Mal eine hochkarätig besetzte Konferenz, an der Zentralbanker, Ökonomen und Politiker teilnehmen. Drei Tage lang debattieren hier Wissenschafts-Stars wie Paul Krugman oder Niall Fergusson mit den wichtigsten Notenbankern Europas über die Zukunft der Geldpolitik.

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