https://www.faz.net/-gqe-7r9it

EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger : „Ich sehe Staatsanleihekäufe absolut nicht am Horizont“

  • Aktualisiert am

Sabine Lautenschläger Bild: Eilmes, Wolfgang

Sabine Lautenschläger ist die Deutsche im EZB-Direktorium. Dort stärkt sie Bundesbankpräsident Weidmann den Rücken. Im Interview mit der Sonntagszeitung spricht sie über Preise, Staatsanleihekäufe und die übertriebene Furcht vor dem Rotationsprinzip.

          Die Deutsche in der Europäischen Zentralbank, Sabine Lautenschläger, hat sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung klar gegen den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB ausgesprochen. „Ich sehe Staatsanleihekäufe absolut nicht am Horizont“, sagte sie der F.A.S. in ihrem ersten Interview als EZB-Direktorin.

          Ein groß angelegter Kauf von Wertpapieren – egal ob staatliche oder private – käme nur bei einer außergewöhnlichen Gefährdung in Betracht. „Die kann ich derzeit nun wirklich nicht erkennen.“ Auch das Staatsanleihekaufprogramm OMT sehe sie „eher kritisch“, sagte sie der F.A.S. und stützte damit die Position von Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

          Die Sorge der Deutsche, wegen der Rotation der Stimmrechte im EZB-Rat an Macht zu verlieren, findet Lautenschläger hingegen wenig begründet. „Das Thema ist eindeutig überwertet“, sagte sie. Bundesbankpräsident Jens Weidmann darf bei geldpolitischen Entscheidungen der EZB künftig nicht mehr jedes Mal mitstimmen. Das gilt allerdings nicht für das Direktoriumsmitglied Lautenschläger. Sie sicherte den Deutschen in der F.A.S. zu: „Ich habe immer eine Stimme und ich bin eher konservativ ausgerichtet.“

          Weitere Themen

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Nach langem Anlauf fusioniert Video-Seite öffnen

          T-Mobile US und Sprint : Nach langem Anlauf fusioniert

          Ein Zusammenschluss der Nummer drei und Nummer vier des amerikanischen Mobilfunkmarktes war in den vergangenen Jahren schon zwei Mal gescheitert. Jetzt steht nur noch das Justizministerium als einzige Hürde im Weg.

          Topmeldungen

          Nach Mays Ankündigung : Brexit-Opfer

          Das Brexit-Thema wurde May wie zuvor schon Cameron zum politischen Verhängnis – und es ist eine Last, die auch die kommende Regierung nicht einfach abschütteln kann. Die EU allerdings auch nicht.
          Ein Vapiano Restaurant in der Münchner Innenstadt

          30 Millionen Euro : Vapiano erhält dringend benötigte Kredite

          Vapiano verkündete zuletzt eine schlechte Nachricht nach der anderen: Gewinnwarnungen, Abgänge von Spitzenpersonal, tiefrote Zahlen. Jetzt hat sich die angeschlagene Restaurantkette eine wichtige Geldspritze gesichert.

          Ehemaliger Außenminister : Tillerson keilt gegen Trump

          Mehr als ein Jahr nach seiner Entlassung spricht Trumps ehemaliger Außenminister Rex Tillerson im Kongress über seine Amtszeit. Dabei erhärtet er eine Sorge vieler Beobachter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.