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EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger : „Ich sehe Staatsanleihekäufe absolut nicht am Horizont“

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Sabine Lautenschläger Bild: Eilmes, Wolfgang

Sabine Lautenschläger ist die Deutsche im EZB-Direktorium. Dort stärkt sie Bundesbankpräsident Weidmann den Rücken. Im Interview mit der Sonntagszeitung spricht sie über Preise, Staatsanleihekäufe und die übertriebene Furcht vor dem Rotationsprinzip.

          Die Deutsche in der Europäischen Zentralbank, Sabine Lautenschläger, hat sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung klar gegen den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB ausgesprochen. „Ich sehe Staatsanleihekäufe absolut nicht am Horizont“, sagte sie der F.A.S. in ihrem ersten Interview als EZB-Direktorin.

          Ein groß angelegter Kauf von Wertpapieren – egal ob staatliche oder private – käme nur bei einer außergewöhnlichen Gefährdung in Betracht. „Die kann ich derzeit nun wirklich nicht erkennen.“ Auch das Staatsanleihekaufprogramm OMT sehe sie „eher kritisch“, sagte sie der F.A.S. und stützte damit die Position von Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

          Die Sorge der Deutsche, wegen der Rotation der Stimmrechte im EZB-Rat an Macht zu verlieren, findet Lautenschläger hingegen wenig begründet. „Das Thema ist eindeutig überwertet“, sagte sie. Bundesbankpräsident Jens Weidmann darf bei geldpolitischen Entscheidungen der EZB künftig nicht mehr jedes Mal mitstimmen. Das gilt allerdings nicht für das Direktoriumsmitglied Lautenschläger. Sie sicherte den Deutschen in der F.A.S. zu: „Ich habe immer eine Stimme und ich bin eher konservativ ausgerichtet.“

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