https://www.faz.net/-gqe-8d6ws

Bargeld : EZB bereitet Abschaffung des 500-Euro-Scheins vor

  • Aktualisiert am

Die EZB-Spitze berät über das Ende des violetten Scheins. Von „technischen Arbeiten“ ist die Rede. Aber sicher ist: „Wir wollen Änderungen machen.“

          In der Europäischen Zentralbank gibt es konkrete Vorarbeiten zur Abschaffung der 500-Euro-Banknote, des höchsten Scheins der Eurozone. Das meldet die F.A.Z. in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Äußerungen des EZB-Präsidenten Mario Draghi gegenüber EU-Abgeordneten, welche die Zentralbank der Zeitung übermittelt hat.

          „Wir wollen Änderungen machen, aber wir wollen sie in einer ordentlichen Weise“, erklärte Draghi vor dem Europaparlament laut Protokoll. Es sei noch keine Entscheidung bezüglich der höchsten Banknoten gefallen. Aber die Beratungen im EZB-Direktorium liefen schon einige Zeit und es gebe „technische Arbeiten“. Es gehe nun darum, „wie man eine Entscheidung am besten durchsetzt und wie man das kommuniziert", sagte Draghi laut F.A.Z.

          Den Beschluss über die Abschaffung der 500-Euro-Scheine müsste der EZB-Rat treffen, in dem auch die Gouverneure der 19 nationalen Notenbanken sitzen.

          Bundesbankpräsident Jens Weidmann hatte sich jüngst in einem F.A.Z.-Interview skeptisch gezeigt, ob durch Bargeldeinschränkungen wirklich wie erhofft die Kriminalität bekämpft werden könne. Die SPD allerdings hatte sich in der vergangenen Woche ebenfalls für ein Ende des 500-Euro-Scheins ausgesprochen.

          Derzeit sind laut EZB-Statistik mehr als 600 Millionen 500-Euro-Scheine im Wert von gut 300 Milliarden Euro im Umlauf. Ein Teil, etwa ein Viertel, liegt auch im Ausland, schätzt die EZB.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die meisten Manager finden ihren Job heute schwerer als früher (Symbolbild).

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.