https://www.faz.net/-gqe-8b3cp

Ehemaliger Ölmanager : Chodorkowski in russischem Mordfall vorgeladen

  • Aktualisiert am

Michail Chodorkowski Bild: dpa

Vor zwei Jahren ist der frühere Ölmanager und Kremlkritiker Michail Chodorkowski nach fast zehn Jahren Haft begnadigt worden. Nun wird er in einem Mordfall nach Moskau vorgeladen.

          1 Min.

          Die russische Justiz hat den früheren Ölmanager und Kremlkritiker Michail Chodorkowski zu einer Vernehmung in einem Mordfall nach Moskau vorgeladen. Das teilte Chodorkowski über den Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstag mit. Eine Sprecherin sagte der Agentur Interfax, Chodorkowski werde „bei dieser Farce“ nicht mit den Behörden zusammenarbeiten. „Er hat mit ihnen schon zehn Jahre gespielt.“

          Nach fast zehn Jahren Lagerhaft war Chodorkowski Ende 2013 begnadigt worden. Seitdem lebt der 52-jährige politische Gegner des Präsidenten Wladimir Putin in der Schweiz.

          Chodorkowski sei in Russland zur Fahndung ausgeschrieben, verlautete aus Justizkreisen. Er wird verdächtigt, die Ermordung eines Bürgermeisters in der sibirischen Kleinstadt Neftejugansk 1998 in Auftrag gegeben zu haben. Der Funktionär Wladimir Petuchow soll Streit mit Chodorkowskis - mittlerweile zerschlagenem - Ölkonzern Yukos gehabt haben. Petuchow war damals von Auftragskillern auf offener Straße erschossen worden.

          Der Fall galt eigentlich als abgeschlossen. Chodorkowski und seine Ex-Partner hatten eine Beteiligung zurückgewiesen. Im Juni hatte die russische Justiz die Ermittlungen überraschend wieder aufgenommen. Die Behörden drohten nun mit einem internationalen Haftbefehl.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Dieter Zetsche im September 2020

          F.A.S. Exklusiv : „Ich muss mir nichts mehr beweisen“

          Dieter Zetsche hat sein ganzes Leben für Daimler gearbeitet. Hier erklärt er, wieso jetzt Schluss ist, warum er doch nicht Aufsichtsratschef werden will und was er sonst noch so vorhat. Ein Hausbesuch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.