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EU-Umweltausschuss : Elektroautos sollen künstlich brummen

  • Aktualisiert am

Biegen geräuschlos um die Ecke: Elektroautos wie der VW e-Up Bild: dpa

Zu laute Autos sind ein Problem - schon immer. Doch nun hat der EU-Umweltausschuss eine neue Gefahr für Verkehrsteilnehmer identifiziert: zu leise Elektroautos. Sie sollen künftig künstlich brummen, wünschen sich die Brüsseler.

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          Dass zu laute Autos zur Last für die Bevölkerung werden und Verkehrslärm an der Gesundheit zehrt, ist altbekannt. Doch nun beschäftigt ein ganz neues Problem die europäische Politik: Auch zu leise Autos könnten gefährlich werden. Für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere Kinder, die sie im Alltag nicht herannahen hören, etwa, wenn sie eine Straße überqueren.

          Deshalb hat nun der Umweltausschuss des Europaparlaments für einen Gesetzesvorschlag der besonderen Art votiert: Europas Elektroautos müssen lauter werden. Elektro- und Hybridfahrzeuge müssten demnach mit speziellen Geräuschsystemen ausgestattet werden. Brummt das Auto nicht von sich aus, so muss es eben künstlich brummen, so das Fazit in Kürze.

          Herkömmliche Fahrzeuge sollen leiser werden

          Gleichzeitig beschloss der Ausschuss, dass herkömmliche Autos leiser werden sollen. Beiden Vorhaben müssen sowohl das Plenum als auch die EU-Staaten noch zustimmen. Für ein Standardauto würde der Geräuschpegel innerhalb von 12 Jahren von derzeit 74 Dezibel auf 68 Dezibel sinken, so die Regelung kommt.

          Die neuen Regeln könnten nach Angaben von Diplomaten ab Sommer 2016 greifen. Wenn Autobauer dann neue Modelle auf den Markt bringen, müssten sie die Vorgaben erfüllen. Die Vorgaben sollen laut EU-Parlament später auf alle Neuwagen ausgeweitet werden. Verbraucher sollen schon beim Autokauf und aus Werbeprospekten erfahren, wie viel oder wie wenig Krach ein Wagen macht.

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