https://www.faz.net/-gqe-7qn4z

Konzernbilanzen : EU stopft Steuerschlupfloch

  • Aktualisiert am

Auch Starbucks nutzt gern Steuerschlupflöcher Bild: dpa

Der Name klingt so unschuldig: „Mutter-Tochter-Richtlinie“. Doch sie hat es Starbucks, Amazon & Co. ermöglicht, Gewinne in Europa zu verschieben und sich den Steuern zu entziehen. Jetzt soll sich das ändern. Trotzdem bleiben viele Tricks bestehen.

          1 Min.

          Die EU-Finanzminister haben einstimmig einer Gesetzesreform zugestimmt, um Steuerschlupflöcher für internationale Unternehmen zu stopfen. Das teilte der EU-Ministerrat am Freitag in Luxemburg mit. Die Reform der sogenannten Mutter-Tochter-Richtlinie soll verhindern, dass Konzerne mit Tochterunternehmen in verschiedenen Staaten die Regeln so ausnutzen, dass sie keine Steuern mehr zahlen müssen.

          Bislang konnten Unternehmen von einem legalen Steuerkniff Gebrauch machen, der „Mutter-Tochter-Richtlinie“ heißt. Ziel war es, die Gewinne von Unternehmen in Europa nicht doppelt zu besteuern. Deshalb waren die Dividenden von Tochterunternehmen aus anderen EU-Staaten oft steuerfrei. Dabei hatten die Konzerne die Dividende oft in einem anderen Land, in dem die Dividende ausgeschüttet wurden, von der Steuer abgesetzt. So wurde dieser Teil des Gewinns steuerfrei.

          Künftig sind Dividenden von Tochterunternehmen nur noch dann steuerfrei, wenn sie nicht im anderen Land von der Steuer abgesetzt werden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Änderung als „dringend notwendig“ bezeichnet.

          Doch die Änderung erfasst nicht alle Steuertricks. Den Unternehmen bleiben noch einige übrig.

          Weitere Themen

          Reich werden im Casino Video-Seite öffnen

          Macau : Reich werden im Casino

          Macau, einst eine vergessene portugiesische Kolonie, ist jetzt der zweitreichste Ort der Erde und das größte Zockerparadies der Welt. Aber dieser Wohlstand kostet.

          Topmeldungen

          Will nicht weichen: Baschar al Assad am Mittwoch in Idlib

          Syrien-Konflikt : Wer Schutz verspricht, muss schützen

          Seit Jahren wird über sichere Zonen in Syrien diskutiert, doch nie waren die Umstände widriger. Nato-Mitglieder zweifeln an Deutschlands Motiven – derweil spielen russische und türkische Einsatzkräfte vor Ort ihre Macht aus.
          Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im September bei der Kartoffelernte in Heichelheim.

          Linkspartei in Thüringen : Ganz anders als gedacht

          In Thüringen führt Bodo Ramelow seit fünf Jahren die erste rot-rot-grüne Regierung. Am Sonntag will er wiedergewählt werden. Selbst ohne eigene Mehrheit könnte er im Amt bleiben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.