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EU-Kommission : Junckers Freunde

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Bundeskanzlerin Angela Merkel will Großbritannien in der EU halten. Recht hat sie. Ohne London hätte Berlin kaum noch Partner, die eine wettbewerbsfähige EU wollen.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel will Großbritannien in der EU halten. Recht hat sie. Denn wenn es stimmt, dass nur ein vereintes Europa Gewicht und Stimme in der künftig multipolaren Welt haben kann, dann gelingt das nur mit Großbritanniens politischer, wirtschaftlicher und auch militärischer Macht. Ohne London hätte Berlin kaum noch Partner, die nicht dem Mantra der Zentralisierung in Brüssel huldigen, die eine flexible, wettbewerbsfähige EU wollen und mehr Subsidiarität fordern.

          Es ist kein Bluff, wenn der britische Premierminister David Cameron davor warnt, dass die Briten für einen Austritt aus der EU stimmen könnten, sollte Jean-Claude Juncker neuer EU-Kommissionspräsident werden. Als Luxemburger Regierungschef hat sich Juncker in England, Ungarn, Schweden und den Niederlanden nur wenige Freunde gemacht.

          Als glänzender Sieger ist er angesichts der herben Verluste für die EVP auch nicht aus der Europawahl hervorgegangen. Und in den EU-Verträgen ist nirgendwo von einem Spitzenkandidaten die Rede. Nur davon, dass die Regierungschefs dem Parlament einen Kommissionspräsidenten vorschlagen, wobei sie die Ergebnisse der Europawahl berücksichtigen.

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