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Neue Regel : EU geht gegen stromfressende Kaffeemaschinen vor

  • Aktualisiert am

Brüssel nimmt sich die Kaffeemaschinen vor. Bild: dpa

Nach Staubsaugern geraten nun die Heizplatten von Kaffeemaschinen ins Visier der Brüsseler Klimaschützer. Gegen das Vorhaben regt sich in Deutschland Widerstand.

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          Die EU-Kommission will Kaffeemaschinen kaltstellen, die viel Strom verbrauchen. Im Zuge ihrer Ökodesign-Richtlinie sollen einzelne Automaten bereits nach fünf Minuten vom Netz gehen. Die Regelung soll am 1. Januar 2015 in Kraft treten, berichtete die Zeitung „Lübecker Nachrichten“. Ziel der gesamten Brüsseler Initiative ist es, den Stromverbrauch elektrischer Haushaltgeräte (weiter) zu drosseln. Kaffeezubereitung für den gewerblichen Gebrauch sei von der Verordnung ausgenommen.

          Die Kommission teilte dazu auf Anfrage in Brüssel mit, es gehe bei den neuen Regeln nicht um Haushalts-Kaffeemaschinen generell, sondern nur um deren Warmhaltefunktion. Die Hersteller könnten entscheiden, ob sie Verbrauchern ermöglichen, die sich automatische abschaltende Warmhaltefunktion wieder abzustellen, teilte eine Sprecherin mit.

          Für Filter-Kaffeemaschinen mit einer Isolierkanne solle eine Wartezeit von fünf Minuten gelten. Für Maschinen ohne Isolierbehälter sei eine Wartezeit von maximal 40 Minuten geplant.

          Die Regelung trifft teilweise auf massive Kritik. „Die EU sollte sich um wichtige Themen kümmern. Die Heizdauer von Kaffeemaschinen gehört mit Sicherheit nicht dazu“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp. Die Unternehmensverbände (UV) Nord kritisierten, die „Regelungs-Wut“ der EU stelle die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Zuletzt war bekannt geworden, dass die EU Staubsauger mit hohem Stromverbrauch zum 1. September 2014 verbietet.

          Seit Jahren setzt Brüssel immer mehr Produkte auf eine Energiesparliste. Damit will die EU erreichen, dass die Haushalte weniger Strom verbrauchen - und das Klima schonen.

          Ursprünglich galt die Ökodesign-Richtlinie nur für elektrische Geräte wie Fernseher, Geschirrspüler oder Lampen. Seit der Gesetzesreform aus dem Jahr 2009 stellt Brüssel aber auch Geräte auf den Prüfstand, die den Umgang mit natürlichen Ressourcen verbessern können. Die Kommission wird jedes Mal allerdings nur dann aktiv, wenn die EU-Staaten zustimmen. Das Gesetz soll helfen, das Klimaziel der EU bis zum Jahr 2020 einzuhalten.

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