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Auch in Bayern : Zehntausende Eltern vom Kita-Streik betroffen

  • Aktualisiert am

Heute bleiben die Bälle im Bällebad einfach liegen. Bild: dpa

Die Erzieher weiten ihren Streik aus: Nun legen sie auch in Bayern und Städten in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit nieder. Auch Sozialpädagogen in Jugendzentren wollen mitmachen.

          Die Gewerkschaften haben die unbefristeten Streiks an kommunalen Kindertagesstätten ausgeweitet. An diesem Montag legten auch Erzieher in Bayern und mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens ihre Arbeit nieder. Zehntausende Eltern in ganz Deutschland mussten eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. Neben Erziehern wollten auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen etwa in Jugendzentren in den Ausstand treten.

          In Sachsen streiken Erzieher nun auch in den Städten Zwickau, Bautzen und Freiberg, nachdem sie am Freitag in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Freital damit begonnen hatten. Wie viele Kitas tatsächlich geschlossen bleiben, könne man noch nicht sagen, teilte eine Verdi-Sprecherin am Morgen mit.

          Viele Firmen bieten Mitarbeitern mit Kindern wegen des Streiks spezielle Betreuungsangebote. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet von der Wirtschaft, dass auch sie Druck bei den Kommunen macht. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen im Bereich der Gehälter für Erzieher, sagte Tepe der „Bild“-Zeitung. „Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas.“

          Die Gewerkschaften fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

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