https://www.faz.net/-gqe-837f6

Auch in Bayern : Zehntausende Eltern vom Kita-Streik betroffen

  • Aktualisiert am

Heute bleiben die Bälle im Bällebad einfach liegen. Bild: dpa

Die Erzieher weiten ihren Streik aus: Nun legen sie auch in Bayern und Städten in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit nieder. Auch Sozialpädagogen in Jugendzentren wollen mitmachen.

          Die Gewerkschaften haben die unbefristeten Streiks an kommunalen Kindertagesstätten ausgeweitet. An diesem Montag legten auch Erzieher in Bayern und mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens ihre Arbeit nieder. Zehntausende Eltern in ganz Deutschland mussten eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. Neben Erziehern wollten auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen etwa in Jugendzentren in den Ausstand treten.

          In Sachsen streiken Erzieher nun auch in den Städten Zwickau, Bautzen und Freiberg, nachdem sie am Freitag in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Freital damit begonnen hatten. Wie viele Kitas tatsächlich geschlossen bleiben, könne man noch nicht sagen, teilte eine Verdi-Sprecherin am Morgen mit.

          Viele Firmen bieten Mitarbeitern mit Kindern wegen des Streiks spezielle Betreuungsangebote. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet von der Wirtschaft, dass auch sie Druck bei den Kommunen macht. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen im Bereich der Gehälter für Erzieher, sagte Tepe der „Bild“-Zeitung. „Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas.“

          Die Gewerkschaften fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

          Weitere Themen

          SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Handelsstreit : SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Der Bundeswirtschaftsminister bietet den Amerikanern eine Abschaffung der EU-Industriezölle an. Die SPD sieht darin ein Zeichen der Schwäche: „Trump versteht nur eine harte Sprache der EU.“

          Das ist das teuerste Land Europas Video-Seite öffnen

          17 Euro für eine Pizza : Das ist das teuerste Land Europas

          Für eine Einzimmerwohnung in Reykjavik werden durchschnittlich 1300 Euro fällig, für eine Pizza zahlt man 17 Euro und selbst eine Flasche Bier kostet sieben Euro – das Leben in Island ist eindeutig nichts für Sparfüchse.

          Kommen wirklich die Richtigen?

          Hanks Welt : Kommen wirklich die Richtigen?

          Wie kann das Dilemma von offenen Grenzen im üppigen Sozialstaat gelöst werden? Der Markt bietet das gerechtere und humanere Arrangement als Bürokraten oder korrupte Schlepperbanden.

          Topmeldungen

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Amerika

          Handelsstreit : SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Der Bundeswirtschaftsminister bietet den Amerikanern eine Abschaffung der EU-Industriezölle an. Die SPD sieht darin ein Zeichen der Schwäche: „Trump versteht nur eine harte Sprache der EU.“
          FDP-Chef Christian Lindner im ARD-Interview

          TV-Kritik: Sommerinterviews : Posieren reicht nicht

          Christian Lindner und Robert Habeck treten in ARD und ZDF gegen einander an, ohne den jeweils anderen zu erwähnen. Der FDP-Chef trifft auf eine desinteressierte Fragestellerin. Habeck antwortet auf Vorwürfe schlitzohrig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.