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Entschädigungszahlungen : Dritte Startbahn für Münchner Flughafen genehmigt

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Die Regierung von Oberbayern hat den umstrittenen Bau der dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen genehmigt Bild: dpa

Der Bau der dritten Startbahn am Flughafen in München ist nach einem Mammutverfahren genehmigt. Die Regierung von Oberbayern gewährt 100 Anwohnern Entschädigung.

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          Die Regierung von Oberbayern hat den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen genehmigt. Mit dieser am Dienstag veröffentlichten Entscheidung endete eines der nach Angaben der Behörde größten Verwaltungsverfahren in Deutschland. Seit dem Antrag zum Ausbau des zweitgrößten deutschen Flughafens im Sommer 2007 gingen demnach 84.000 Einwendungen dagegen bei der oberbayerischen Regierung ein. Die Startbahngegner können nun noch auf dem Klageweg versuchen, den Ausbau des Flughafens zu stoppen.

          Der Flughafenbetreiber hatte den Antrag auf einen Ausbau mit dem wachsenden Passagieraufkommen begründet. Wegen der Weltwirtschaftskrise und dem damit verbundenen Rückgang des weltweiten Luftverkehrsaufkommens hatte die Regierung Gutachten in Auftrag gegeben, um die Verkehrsprognosen der Betreibergesellschaft zu prüfen. Diese Gutachten hätten allerdings den Ausbaubedarf bestätigt, teilte die Regierung mit.

          Neben dem Verkehrsbedarf prüfte die Regierung auch die Bahnlänge und Fragen zum Umweltschutz und der Belastung der Anwohner. Laut Beschluss darf die dritte Bahn nun nur 16 Stunden am Tag von 6 Uhr bis 22 Uhr genutzt werden. Für den zu Freising gehörenden Ortsteil Attaching, der besonders von der neu entstehenden Lärmbelastung betroffen ist, wurde ein so genanntes Entschädigungsgebiet festgesetzt. Dort können die Grundstückseigentümer außer Schallschutzmaßnahmen und finanziellen Entschädigungen auch verlangen, dass die Flughafenbetreiber ihr Grundstück zum Verkehrswert des Jahres 2007 kaufen. Etwa hundert Anwesen können von dieser Sonderregelung Gebrauch machen. Laut Regierung hätten auf Grundlage der bisherigen Rechtsprechung nur 35 Anwohner einen Entschädigungsanspruch gehabt.

          Gutachten hätten den Ausbaubedarf bestätigt, teilt die Regierung von Oberbayern mit

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