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Energiewende : Totengräber EEG

  • -Aktualisiert am

Die Deutschen finden es richtig, die Atomkraftwerke abzuschalten und stattdessen auf erneuerbare Energie zu setzen. Dass sie dafür zahlen müssen, haben sie bisher lieber überhört.

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          Die Deutschen fremdeln ein wenig mit der Energiewende. Es sind nicht nur die notorisch besserwisserischen Pfennigfuchser aus der Industrie, die das Projektmanagement des größten umwelt- und wirtschafts- und industriepolitischen Vorhabens dieses Jahrzehnts schon immer erbärmlich fanden. Zweifel wachsen auch in den Reihen der sogenannten einfachen Bürger.

          Zwar halten die Leute es für gut und richtig, die Erderwärmung aufzuhalten, Atomkraftwerke abzuschalten und als Selbsterzeuger die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Doch dass sie dafür zahlen müssen und dass dies viel Geld kostet, hatten sie bisher lieber überhört. Ein bisschen haben sie sich dabei in die Tasche gelogen. Denn dass es bei so einem riesigen Umverteilungsprogramm nicht nur Gewinner geben kann, liegt auf der Hand.

          Jetzt ist die Not groß und Hilfe nicht in Sicht. Die Kosten durch weniger Ausnahmen für die Wirtschaft besser zu verteilen, wie Linke und Grüne empfehlen, ist keine auf Dauer tragfähige Lösung. Der Fehler liegt im Finanzierungssystem für den Ökostrom.

          Wird der nicht bald behoben, schaufelt das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) der Energiewende noch ihr Grab.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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