https://www.faz.net/-gqe-7h8ca

Energiewende : So geht eine kluge EEG-Reform

  • -Aktualisiert am

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz muss reformiert werden. Der Staat sollte künftig nicht mehr den Preis festlegen, sondern nur noch vorgeben, wie viel Ökostrom ins Netz soll. Den Rest macht dann der Markt.

          1 Min.

          Der Vorschlag der Monopolkommission für die Umstellung der Ökostromförderung auf ein Quotenmodell ist nicht neu. Doch wie altes Silber, das durch seinen Gebrauch immer schöner wird, gewinnt das Quotenmodell durch den Streit über Nachteile und Vorzüge an Glanz: Der Staat würde (für neue Anlagen) nicht mehr vorschreiben, wie viel Geld es je Kilowattstunde Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse gibt. Er würde festlegen, wie viel Ökostrom ins Netz muss. Den Rest besorgte der Markt - effizient und geräuschlos.

          Der günstigste Anbieter bekäme den Zuschlag, der Verbraucher sauberen Strom zum besten Preis. Mancher Anbieter könnte nicht mithalten, mancher Landwirt müsste die nach Zehntausenden Euro bemessene Pacht für ein Windrad senken. So funktioniert Markt.

          Selbst wenn, was behauptet, aber nicht bewiesen ist, Stromkonzerne davon profitierten, änderte das nichts an den Vorzügen des in Schweden erprobten Modells. Wie dringend der Umbau der Ökostromförderung ist, belegt das neue Rekorddefizit aus dem August. Ein erster Schritt zu einer Reform der Förderung wäre nun eine wahrhaftige und von politischen Interessen freie Berechnung der Umlage für das nächste Jahr.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Folgen:

          Topmeldungen

          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.
          Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China wird nach Ansicht von Fachleuten auf absehbare Zeit im Zentrum des Interesses an der Wall Street stehen.

          Wall Street : Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          Im Handelskonflikt zwischen Amerika und China haben Börsianer wenig Hoffnung auf wirkliche Fortschritte. Der positive Auftakt der Bilanzsaison sorgt zwar für etwas Erleichterung – doch sind noch viele Fragen offen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.