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Energiewende : So geht eine kluge EEG-Reform

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz muss reformiert werden. Der Staat sollte künftig nicht mehr den Preis festlegen, sondern nur noch vorgeben, wie viel Ökostrom ins Netz soll. Den Rest macht dann der Markt.

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          Der Vorschlag der Monopolkommission für die Umstellung der Ökostromförderung auf ein Quotenmodell ist nicht neu. Doch wie altes Silber, das durch seinen Gebrauch immer schöner wird, gewinnt das Quotenmodell durch den Streit über Nachteile und Vorzüge an Glanz: Der Staat würde (für neue Anlagen) nicht mehr vorschreiben, wie viel Geld es je Kilowattstunde Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse gibt. Er würde festlegen, wie viel Ökostrom ins Netz muss. Den Rest besorgte der Markt - effizient und geräuschlos.

          Der günstigste Anbieter bekäme den Zuschlag, der Verbraucher sauberen Strom zum besten Preis. Mancher Anbieter könnte nicht mithalten, mancher Landwirt müsste die nach Zehntausenden Euro bemessene Pacht für ein Windrad senken. So funktioniert Markt.

          Selbst wenn, was behauptet, aber nicht bewiesen ist, Stromkonzerne davon profitierten, änderte das nichts an den Vorzügen des in Schweden erprobten Modells. Wie dringend der Umbau der Ökostromförderung ist, belegt das neue Rekorddefizit aus dem August. Ein erster Schritt zu einer Reform der Förderung wäre nun eine wahrhaftige und von politischen Interessen freie Berechnung der Umlage für das nächste Jahr.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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