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Energiewende : Frösche im EEG-Sumpf

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Die Energiewende ist falsch konzipiert. Künftig sollte sich das Wirtschaftsministerium darum kümmern: Denn schon heute verlassen immer mehr Unternehmen wegen steigender Stromkosten das Land.

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          Wäre die Energiewende nur schlecht gemanagt, wie so oft behauptet wird, könnte ein erfahrener Energieminister (den man nicht hat) die unzähligen Ökostrom-Profiteure vielleicht in die Schranken weisen. Doch leider ist die Energiewende mehr als schlecht gemacht: Sie ist vor allem falsch konzipiert.

          Ihr Kern, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), ist ein gigantischer Subvention-Selbstbedienungsautomat, von dem jeder zwanzig Jahre lang abheben kann, der sein Geld in eine Wind-, Sonnen- oder Biogasanlage investiert. Weil das nicht jeder will oder kann, aber alle normalen Stromkunden für die Öko-Subventionsjäger zahlen müssen, ist das EEG auch eine riesige Umverteilungs-Maschine.

          Will man diesen Subventionssumpf, der größer ist als es die Steinkohle je war, wirklich trockenlegen, sollte man nicht die Frösche aus dem Umweltministerium darum bitten. Um die Öko-Planwirtschaft an den Energiemarkt heranzuführen, ist das Wirtschaftsministerium der bessere Ort. Schließlich sind in der Wirtschaft schon die Folgen der maßlosen Subventionierung sichtbar: Heimlich, still und leise verlassen immer mehr heimische Unternehmen wegen steigender Stromkosten das Land.

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