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Energiewende : Bauernverband gegen Stromleitungs-Ausbauplan

  • Aktualisiert am

Kuh beim Essen. Bild: dapd

Infolge der Energiewende müssen neue Stromleitungen gebaut werden. Die Landwirte wollen dafür dauerhaft Geld bekommen und keine Einmalzahlung. Sie argumentieren, dass die Leitungen ja auch für immer kommen.

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          Der Deutsche Bauernverband mobilisiert gegen die Pläne zum Ausbau der Stromfernleitungen im Zuge der Energiewende. Die Anliegen der Landwirte seien von der Bundesnetzagentur völlig unzureichend berücksichtigt worden, erklärte die Interessenvertretung am Dienstag in Berlin.

          Die geplanten Entschädigungen für den Trassenbau auf dem Grund der Bauern seien zu gering. Statt einer einmaligen Zahlung sollten die Bauern dauerhaft Geld bekommen, schließlich seien auch die Einschränkungen der Nutzung der Äcker durch Masten und Leitungen zeitlich unbegrenzt. Grundsätzlich müssten Durchschneidungen landwirtschaftlicher Flächen und Betriebe vermieden werden, forderte der Verband.

          1000 Kilometer weniger Leitung als geplant

          Am Montag hatte die Bundesnetzagentur ihren überarbeiteten Netzentwicklungsplan (NEP) vorgestellt. Demnach bleiben von ursprünglich vier großen Nord-Süd-Trassen drei übrig. Auch einige andere Leitungen wurden zurückgestellt, so dass jetzt mit gut 2800 Kilometer Neubau rund 1000 Kilometer weniger als zunächst geplant werden.

          Der Netzentwicklungsplan 2012 (Zur Großansicht bitte anklicken)
          Der Netzentwicklungsplan 2012 (Zur Großansicht bitte anklicken) : Bild: F.A.Z.

          Der Bundesverband der Energiewirtschaft nannte den Netzbau essenziell für die Energiewende und fordert, jede Verzögerung zu vermeiden. Die neuen Leitungen sind nötig, um Windenergie aus Norddeutschland und von hoher See in die Industriegebiete des Südens und Westens zu transportieren.

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