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Einwegquote steigt : Pfandflaschen gehen weiter aus der Mode

  • Aktualisiert am

Bild: dapd

Die Deutschen kaufen ihre Getränke immer öfter in Einwegflaschen. Eine Grünen-Politikerin fordert jetzt, das Einwegpfand zu erhöhen.

          Die Pfandpflicht für Einweg-Verpackungen führt immer weniger zum gewünschten Effekt, die Mehrwegquote sinkt kontinuierlich. Wie die „Bild“-Zeitung am Samstag unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen berichtete, wird jedes zweite Getränk (51,7 Prozent) wieder in Plastik-Flaschen oder Dosen verkauft.

          Der Mehrweganteil beträgt demnach nur noch 46,7 Prozent. Die restlichen 1,6 Prozent seien Karton- oder Schlauchpackungen (zum Beispiel für Milch). Laut einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes von 2011 lag der gesamte Mehrweg-Anteil 2004 im Schnitt noch bei 71,1 Prozent, wie die Zeitung weiter berichtete.

          Grünen-Umweltexpertin Doro Steiner kritisiert das derzeitige System als zu kompliziert und regt eine Erhöhung des Pfandes auf Einweg-Getränkeverpackungen an. „Wir müssen das Pfand-System vereinfachen und vor allem einheitlich gestalten“, sagte sie der Zeitung. Zur Not müsse das Einweg-Pfand auf bis zu 40 Cent erhöht werden.

          Seit dem Jahr 2003 gilt in Deutschland eine Pfandpflicht für alle Einweg-Getränkeverpackungen.

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