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Einwanderungspolitik : Zuckerberg stellt sich gegen Trump

  • Aktualisiert am

Mark Zuckerberg Bild: AP

Donald Trump erhöht den Druck auf illegale Einwanderer. Das stört den Facebook-Chef gewaltig. So sehr, dass er in einem Posting den Präsidenten öffentlich kritisiert.

          Wäre Facebook eine Nation, und gewisse Ähnlichkeiten mit staatlichen Strukturen gibt es tatsächlich, wäre es das bevölkerungsreichste Land der Welt. Mit beinahe 1,8 Milliarden Nutzern sind in dem sozialen Netzwerk mehr Menschen aktiv als China Einwohner hat. Menschen aus vielen verschiedenen Länder sind Facebook-Mitglieder, viele Sprachen werden dort gesprochen, in denen sich die „Bewohner“ austauschen.

          Die Philosophie, die in dieser Hinsicht hinter Facebook steht, unterscheidet sich nun ziemlich grundsätzlich von der öffentlichen Rhetorik der neuen amerikanischen Führung und zumal das Staatspräsidenten Donald Trump und beispielsweise seines Chef-Strategen Stephen Bannon. Trump hat in dieser Woche bekräftigt, die Mauer an der Grenze zu Mexiko schnell auf den Weg bringen und das Nachbarland dafür zahlen lassen zu wollen. Außerdem verhängte er ein vorübergehendes Einreiseverbot für Menschen aus sieben Nahost-Ländern.

          Steve Jobs hat syrische Wurzeln

          Facebook-Gründer und Unternehmenschef Mark Zuckerberg hat sich nun sehr klar öffentlich Sorgen angesichts dieser Entscheidungen gemacht und der dahinterstehenden Haltung. „Mein Großeltern kamen aus Deutschland, Österreich und Polen. Priscillas (seine Frau) Eltern flüchteten aus China und Vietnam“, schreibt er in einem Beitrag auf Facebook und fügt an: „Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern und wir sollten stolz darauf sein.“

          Mit klaren Worten fährt er fort: „Wie viele von euch bin ich besorgt über die Folgen der jüngsten Dekrete, die Präsident Trump unterzeichnet hat. Wir müssen gewährleisten, dass das Land sicher ist, aber wir sollten dies tun, indem wir uns auf diejenigen fokussieren, die wirklich eine Bedrohung darstellen.“

          Zuckerberg bezieht sich konkret auch auf die geschätzt mehrere Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten, die über keine Dokumente verfügen und „keine Bedrohung sind“ nun „in Angst vor Deportation“ leben würden. Das sei für sie wie für viele Amerikaner mit Papieren schlecht.

          Dass der Facebook-Gründer kein begeisterter Unterstützer des neuen Präsidenten ist, ist schon länger bekannt. Im Wahlkampf standen er wie der überwiegende Teil des Silicon Valley auf Seiten der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton. Als Trump nach seinem Wahlsieg die Führer wichtiger Technologieunternehmen eingeladen hatte zu einem Gespräch, kam Zuckerberg nicht persönlich, sondern entsandte seine Managerin Sheryl Sandberg, während Apple beispielsweise durch den Vorstandsvorsitzenden Tim Cook vertreten war. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wird angesichts der aktuellen Diskussion übrigens auch darauf hingewiesen, dass zum Beispiel Apple-Mitgründer Steve Jobs einen Vater hatte, der aus der syrischen Stadt Homs stammte.

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