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Vorschlag Junckers : Ein EU-Kommissar für die Finanzmärkte?

  • Aktualisiert am

Jean-Claude Juncker Bild: AP

Der künftige Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker plant angeblich ein neues wichtiges Ressort eigens für Finanzmärkte. Überraschend wäre das nicht. Juncker weist das zurück.

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          Gibt es in der neuen EU-Kommission einen Kommissar eigens für die Finanzmärkte? Das berichtet zumindest die „Wirtschaftswoche“. Sie will erfahren haben, dass der künftige Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker ein entsprechendes Ressort schaffen wolle und bezieht sich dabei auf EU-Kreise. Auch die deutsche Bundesregierung weiß demnach schon davon, in Berlin stoße diese Neuverteilung der Aufgaben innerhalb der Kommission auf große Zustimmung. In der scheidenden Kommission gehörten die Finanzmärkte in die Zuständigkeit des Binnenmarkt-Kommissars Michel Barnier.

          In der Branche stehen gewaltige Reformen an. Die angestrebte Bankenunion, mit der die Steuerzahler in der Währungsunion künftig besser vor den Folgen von Finanzkrisen geschützt werden sollen, ist aus Sicht der Bundesregierung das größte wirtschaftliche Projekt in Europa seit der Einführung des Euro. Zu dem Vorhaben gehört die gemeinsame Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB), die im November ihre Arbeit aufnehmen soll. Zweiter Pfeiler ist ein Abwicklungsmechanismus für marode Geldhäuser, der nach langem politischen Tauziehen unlängst beschlossen worden ist.

          Juncker selbst ließ indessen den Bericht zurückweisen. Der künftige EU-Kommissionspräsident habe derzeit keine Pläne, in der neuen EU-Kommission einen Posten für einen eigenen Kommissar für Finanzmärkte zu schaffen, sagte eine Sprecherin Junckers am Samstagabend der Nachrichtenagentur dpa. Natürlich würden viele Möglichkeiten geprüft - wie immer, wenn eine neue Kommission gebildet werde. Aber es seien noch keine Entscheidungen getroffen. Diese gebe es im September.

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