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Ehemaliger Fed-Chef : Paul Volcker gibt Amt als Sonderberater auf

  • Aktualisiert am

Paul Volcker Bild: Matthias Lüdecke / FAZ

Er galt als einer der Stars in Obamas Beraterteam. Schon in den achtziger Jahren hatte sich der damalige Chef der amerikanischen Notenbank einen Namen als Krisenmanager gemacht. Jetzt gibt er seine Rolle als Sonderberater des amerikanischen Präsidenten in Wirtschaftsfragen auf.

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          Der frühere Chef der amerikanischen Notenbank, Paul Volcker, will seine Rolle als Sonderberater des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Wirtschaftsfragen aufgeben. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Entscheidung vertrauten Personen.

          Der 83-jährige Volcker sitzt dem Economic Recovery Advisory Board vor. Dieses Gremium soll der Regierung dabei helfen, die amerikanische Wirtschaft aus der Krise zu steuern. Volcker habe sich selbst zur Aufgabe dieses Amtes entschlossen, hieß es. Voraussichtlich werde Obama den Rücktritt Volckers am Freitag bekanntgeben. Paul Volcker galt bei seiner Berufung als einer der Stars in Obamas Beraterteam (siehe Paul Volcker: Der alte Mann und das Geld).

          Volcker war von 1979 bis 1987 Chef der Fed und machte sich als Krisenmanager einen Namen. Der Vorgänger von Alan Greenspan an der Spitze der amerikanischen Notenbank bekam die damals hohe Inflation unter Kontrolle und sorgte für eine Wiederbelebung der Wirtschaft. Er gilt als Befürworter einer stärkeren Regulierung der Banken. Während der Amtszeit von Präsident George W. Bush übte Volcker heftige Kritik an dessen Umweltpolitik. Das Argument, Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen schadeten der Wirtschaft, bezeichnete er dabei als „fundamental falsch“.

          Zuletzt wurde sein Name vor allem durch die sogenannte Volcker-Regel bekannt, die den riskanten Eigenhandel der Banken stark einschränkte. Volcker war die treibende Kraft hinter dieser Reform, die dazu beitragen soll, weitere Finanzkrisen zu verhindern.

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