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Plan für die Infrastruktur : Trump fehlen die Bauarbeiter

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Kein Durchgang: Die amerikanische Infrastruktur zu erneuern ist eines von Trumps Lieblingsversprechen. Bild: AP

Rund eine Billion Dollar will Trump in die Erneuerung der amerikanischen Infrastruktur stecken - und das ohne neue Schulden zu machen. Es gibt aber noch ein Fragezeichen hinter seinem Plan.

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          Donald Trump hat auf seinem Weg zum Wahlsieg viele mitunter waghalsige Projekte in Aussicht gestellt. Ein Lieblingsthema war stets, die marode amerikanische Infrastruktur mit einem groß angelegten Strukturprogramm zu sanieren. Für Brücken, Straßen und Schulen wolle er bis zu eine Billion Dollar bereitstellen, so das vollmundige Versprechen des designierten Präsidenten. Die Staatsverschuldung soll das allerdings nicht belasten. Trump schwebt eine Finanzierung durch private Investoren vor. Auch in seiner Siegesrede am Mittwoch ließ er das Thema nicht aus: „Wir werden unsere Innenstädte reparieren, ebenso wie unsere Highways, Tunnel, Schulen und Krankenhäuser. Millionen von Jobs werden wir so schaffen.“

          Wie dieses Mammutprojekt tatsächlich ohne neue Schulden gestemmt werden soll, ist die eine Frage. Es gibt allerdings noch eine ganz andere Hürde - und zwar genügend qualifizierte Arbeiter zu finden. Während die amerikanische Arbeitslosenquote sinkt, tun sich Firmen im Baugewerbe nämlich schon heute schwer, offene Stellen neu zu besetzten.

          So waren im September rund 221.000 Posten unbesetzt, wie CNBC unter Berufung auf die jüngste Arbeitsmarktstatistik berichtet. Seit 2012 hat sich die Zahl demnach vervierfacht. Besonders im Süden und mittleren Westen des Landes tun sich die Unternehmen einer Branchenumfrage zufolge äußert schwer, qualifiziertes Personal zu finden. Nicht die besten Startbedingungen für das große Reparatur-Projekt des neuen Präsidenten.

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