https://www.faz.net/-gqe-8e8wh

DIW-Studie : Frauen tun mehr im Haushalt

Bild: dpa

Selbst wenn beide Partner Vollzeit arbeiten, kümmern sich Frauen mehr um den Haushalt, sagen die Wirtschaftsforscher des DIW.

          Auch wenn beide Partner in einer Beziehung berufstätig sind, heißt das nicht, dass beide gleich viel arbeiten. Denn erwerbstätige Frauen leisten in Deutschland im Durchschnitt mehr Hausarbeit und kümmern sich länger um die Kinder als ihre ebenfalls beschäftigten Männer. Der Unterschied besteht auch dann noch, wenn beide Partner eine Vollzeitstelle haben. Das geht aus einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zwar ist der geschlechtsspezifische Unterschied laut Autorin Elke Holst in Hausarbeit und Kinderbetreuung leicht zurückgegangen, dennoch müssten Frauen in Paarhaushalten noch immer deutlich mehr leisten als ihre Partner.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Während eine Frau mit einer Vollzeitstelle im Jahr 2014 sich am Tag rund eineinhalb Stunden um den Haushalt kümmere und fast fünf Stunden die Kinder betreue, kommt ihr Partner im Durchschnitt nur auf eine Stunde für Haus und Hof und zweieinhalb Stunden für den Nachwuchs. Das ergibt eine Differenz von etwa drei Stunden.

          Immerhin beteiligten sich laut DIW heute deutlich mehr Männer als noch vor zehn Jahren an Hausarbeit und Kinderbetreuung. Waren es damals 59 Prozent, sind es heute 65 Prozent. Leben kleine Kinder unter sechs Jahren im Haushalt, müssen fast alle Frauen und Männer bei der Betreuung ran – Frauen allerdings fast dreimal so lang wie Männer. „Soll die Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt weiter abgebaut werden, führt kein Weg daran vorbei, dass sich Männer und Frauen die Arbeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung gleichmäßiger aufteilen“, sagt Holst.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spitzenfrauen : Harmonie auf Zeit

          Nachdem die Personalien geklärt sind, geht es politisch bald ans Eingemachte: Mindestlohn, Arbeitslosenversicherung, Rüstungsexporte. Die mächtigsten Frauen Europas – Kramp-Karrenbauer, von der Leyen und Merkel – könnten sich dabei in die Quere kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.