DIW-Chef Marcel Fratzscher :
Claqueur der SPD

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Marcel Fratzscher, 46, ist seit 2013 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
DIW-Chef Marcel Fratzscher hat sich ganz der SPD verschrieben. Das beschädigt seine Glaubwürdigkeit als Ökonom, hat aber Methode.

Man kann die Uhr nach ihm stellen. Kaum hatte Kanzlerkandidat Martin Schulz am vergangenen Montag sein Steuerkonzept vorgestellt, war Marcel Fratzscher mit lautstarkem Lob zur Stelle: „Das Konzept der SPD macht Sinn“, ließ der Mann aus Berlin verbreiten. Erst Twitter, dann Tagesschau, dann Reuters. Tags darauf wird kleinteiliger nachgearbeitet – im Bayerischen Rundfunk oder beim „Mallorca Magazin“. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) lässt nichts aus. Und er beherrscht die Klaviatur der Mediengesellschaft. Fratzscher bescheinigt Schulz, er habe „einen klaren Plan“, denke „grundsätzlich in die richtige Richtung“, er selbst hätte dem Kandidaten allenfalls gewünscht, „dem Lobbydruck der Superreichen“ noch stärker zu trotzen (Stichwort: Vermögensteuer).

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