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Neue Partei-Anhänger : Unternehmer für die FDP

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Schönheitschirurg Werner Mang hat eine neue Parteipräferenz: die FDP Bild: Frank Röth

Die FDP profitiert davon, dass die AfD out ist. Die Liberalen erfahren wieder Zuspruch und freuen sich über neue Anhänger. Unter diesen befinden sich einige schillernde Persönlichkeiten.

          Werner Mang ist der Welt nicht als besonders politikinteressiert bekannt, sondern als besonders selbstverliebt. Das gibt Deutschlands wohl bekanntester Schönheitschirurg selbst offen zu, beschreibt sich in Interviews als narzisstisch veranlagt, lobt sich in seinem bald erscheinenden Buch als Alphatier und fühlt sich gut dabei. Nun aber bekennt er, dass er eine neue Parteipräferenz hat: die FDP. Einst habe die AfD mal um ihn geworben. Mang führte Gespräche mit Hans-Olaf Henkel. Doch Henkel hat die AfD verlassen, und auch Mang passt deren rechtspopulistische Richtung nicht. Deshalb FDP, schließlich sieht Mang sich als „sozialen Leistungsdemokraten“. Oder – Mang hat seit 2007 die Schweizer Staatsbürgerschaft – die Schweizerische Volkspartei.

          Der Schönheitschirurg ist nur die schillerndste Figur, die sich zuletzt für die Freien Demokraten ausgesprochen hat. Parteichef Christian Lindner laufen seit Monaten die Männer der Wirtschaft zu, als hätte es das Desaster der Partei und ihren Umfrage-Absturz vor einiger Zeit nie gegeben.

          Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger will die „Verliererpartei des Jahrzehnts“ FDP unterstützen.

          Im September bekannte sich der ehemalige Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger zur Partei. „Ja, ich werde die Verliererpartei des Jahrzehnts, die FDP, ideell und praktisch in den Bereichen Innovation, Bildung, Arbeitsmarkt und Berufsbildung unterstützen“, sagte er der österreichischen Zeitung „Die Presse“. Als Grund nannte er das Thema Freiheit, das die Partei hervorhebe, sowie sein Faible für Verrostetes.

          Ein weiterer prominenter Zugang ist Hans Peter Stihl, der Herr der Motorsägen, Seniorchef von Stihl, dem größten Hersteller von Handwerksgerät aller Art auf der Welt. Stihl ist 83 Jahre alt, hat die Geschäfte mittlerweile an seinen Sohn übergeben und ist nun offenbar in der richtigen Stimmung für Politik. Erstmals hat er öffentlich ein „Signal der Unterstützung“ gesendet, sagt er und will der Einladung zum traditionellen FDP-Dreikönigstreffen am 6. Januar folgen. In die Partei eintreten will Stihl aber nicht.

          Vor Stihl hatten sich zwei weitere Männer nicht nur für die FDP ausgesprochen, sondern waren sogar in die Partei eingetreten: Jürgen Hambrecht, Aufsichtsratschef des Chemiekonzerns BASF, und der Chef des mittelständischen Prothesenherstellers Otto Bock, Hans Georg Näder.

          Gründe für den Zulauf zu den Liberalen gibt es mehrere. Einige Neu-FDPler haben wie Mang mit der AfD sympathisiert und sind nun erschreckt von deren Rechtskurs. Diesen typischen Weg hat etwa Heinrich Weiss eingeschlagen, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender des Industriekonzerns SMS Group. Er war einst CDU-Mitglied, trat später aus und unterstützte die AfD. Jetzt ist er zur FDP gewechselt.

          Andere kommen direkt von der CDU. So etwa Näder von Otto Bock. 25 Jahre lang war er Mitglied der CDU, deren Einstellung zur Energiewende und der Gesetzentwurf zur Erbschaftsteuer haben ihn aber gestört. Also FDP. Auch Michael Rogowski, ehemaliger Präsident des BDI, zeigte sich zuletzt enttäuscht von der CDU, die, so Rogowski, „immer weiter nach links wandert“. Der 76 Jahre alte ehemalige Manager unterstützt nun ebenfalls die FDP.

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