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Konsum und Investitionen : Die Wirtschaft wächst und wächst und wächst - und wächst

  • Aktualisiert am

Die Deutschen kaufen mehr ein - vielfach aber mittlerweile im Internet und nicht mehr in Kaufhäusern. Bild: dpa

Höhe Beschäftigung, niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Löhne stützen die deutsche Wirtschaft. Und die Stimmung in den Chefetagen ist ohnehin gut.

          Angetrieben von der Konsumlust der Verbraucher und steigenden Investitionen der Unternehmen wächst die deutsche Wirtschaftsleistung weiter robust. Im zweiten Quartal 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zum Jahresanfang hatte die Wirtschaft nach neuesten Berechnungen um 0,7 Prozent zugelegt und damit etwas stärker als zunächst ermittelt.

          Ein wichtiger Treiber war abermals der private Konsum. Die Verbraucher sind in Kauflaune, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Und die Löhne steigen: Zwar sind die Zeiten der Mini-Inflation seit Jahresanfang vorbei - dennoch haben viele Arbeitnehmer unter dem Strich mehr im Geldbeutel. Nach Angaben der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung stiegen die Tariflöhne der Beschäftigten auch im ersten Halbjahr 2017 stärker als die Verbraucherpreise. Die Ausgaben des Staates auch für die Unterbringung und Integration Tausender Flüchtlinge trieben die Konjunktur im zweiten Quartal ebenfalls an.

          Und die Unternehmen investierten mehr: Sie steckten Geld in Maschinen, Bauten und sonstige Anlagen. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft war nach Angaben des Ifo-Instituts zuletzt so gut wie nie zuvor. „Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf“, sagte der Ifo-Präsident Clemens Fuest jüngst.

          Die deutsche Wirtschaftsleistung wuchs damit so stark wie die der Währungsunion insgesamt. Dort war das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal nach einer ersten Schätzungen des Statistikamtes Eurostat um 0,6 Prozent zum Vorquartal gestiegen.

          Viele Ökonomen hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für Deutschland heraufgesetzt. So rechnet beispielsweise die Bundesbank nun mit 1,9 Prozent Plus beim Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr. Im vergangenen Jahr war in Europas größte Volkswirtschaft ebenfalls um 1,9 Prozent gewachsen.

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