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Deutsche-Bank-Chefvolkswirt : „Flüchtlinge sind das Beste für Deutschland“

Das schweißt zusammen: Ein syrischer Arbeiter lernt in einem Betrieb in Bordesholm. Bild: dpa

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank wagt eine Prognose: Auch in den kommenden Jahren könnten jeweils eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Eine einmalige Chance für Deutschland, findet er.

          Nach Ansicht des Chefvolkswirts der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, hat die Flüchtlingskrise das Potential, Deutschland stark zum Guten zu verändern. „Die Flüchtlinge sind das Beste, was Deutschland passieren konnte“, sagte er bei der Vorstellung des Ausblicks der Bank für 2016 vor Journalisten am Dienstagabend in Frankfurt.

          Philip Plickert

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Bislang wurden in diesem Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge und Asylbewerber in Deutschland registriert. Sie seien „nach der Wiedervereinigung das Zweitbeste, was Deutschland passieren konnte, um seine Perspektiven zu verbessern und zukunftsfähig zu bleiben – auch wenn mir bewusst ist, welche Herausforderung es ist, Hunderttausende Menschen aufzunehmen“, sagte Folkerts-Landau.

          Ihn besorgt schon länger die Überalterung der deutschen Bevölkerung, die dann innovations- und risikoscheu werde. Die Asylbewerber sind mehrheitlich jung. Nach Ansicht von Folkerts-Landau könnten auch in den kommenden Jahren jeweils eine Million kommen. Dies wäre dann ein erheblicher Teil, bis zu ein Zehntel der Bevölkerung Deutschlands. Allerdings warnte Folkerts-Landau vor Fehlern bei der Integration. Wichtig sei, die Immigranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Fehler bei der Integration wie etwa in Frankreich gelte es zu vermeiden. Dort hatten sich Immigranten-Gettos gebildet, in denen sich junge Muslime radikalisiert haben.

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