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Der kleine Unterschied : Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer

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Ein Studium beginnen heute genau so viel Frauen wie Männer. Unter den Professoren aber stellen die Frauen nur 20 Prozent. Bild: dapd

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zur Gehaltskluft zwischen den Geschlechtern vorgelegt. In Deutschland ist der Gehaltsunterschied im Ländervergleich besonders groß.

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          Frauen verdienen in Deutschland trotz zahlreicher Gleichstellungsprogramme noch immer noch deutlich weniger als Männer. Der sogenannte „Gender Pay Gap“, also die Lohn- und Gehaltslücke zwischen Mann und Frau, lag im Jahr 2013 bei 22 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mitteilte (Bericht, 49 Seiten). Damit ist die Differenz seit rund 20 Jahren, seit dem Erfassen des Daten, beinahe unverändert.

          EU-weit gesehen war der Unterschied nur in Österreich (23 Prozent) und Estland (30 Prozent) höher als in der Bundesrepublik. Am geringsten war die Lücke in Slowenien, wo Frauen nur rund drei Prozent weniger verdienen als Männer. Auch in Polen und Malta (jeweils sechs Prozent) sind die Unterschiede geringer. In Frankreich lag der Unterschied bei 15 Prozent, in Schweden bei 16 Prozent.

          Laut Bundesamts-Präsident Roderich Egeler unterscheidet sich der Verdienst, weil Frauen zum einen seltener in Führungspositionen anzutreffen sind. Zum anderen verfügen sie aufgrund von Kindererziehungszeiten über weniger Berufserfahrung. Viele arbeiten Teilzeit. Alle diese Faktoren könnten Lohn und Gehalt drücken. Doch auch wenn all diese Faktoren berücksichtigt werden und Frauen und Männer mit ähnlicher Erfahrung, Bildung und Position verglichen werden, bleibe ein Unterschied von sieben Prozent.

          Frauenanteil in der Wissenschaft steigt langsam

          Auch in der Wissenschaft sitzen auf den gutbezahlten Stellen überwiegend Männer. Im Jahr 2012 seien lediglich 20 Prozent der Professorenstellen an deutschen Hochschulen mit Frauen besetzt gewesen, sagte Egeler. Rund 43.900 Professoren standen nur 9000 Professorinnen gegenüber. Allerdings verbesserte sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich. Im Jahr 2002 hatte der Anteil nur bei zwölf Prozent gelegen.

          Allerdings stellen Frauen etwa die Hälfte der Studienanfänger. Der Frauenanteil auf den verschiedenen Stufen der akademischen Karriere sinkt danach jedoch kontinuierlich: Bei den Promotionen lag der Anteil im Jahr 2012 bei 45 Prozent, bei den Habilitationen nur noch bei 27 Prozent.

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