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„Das wird sich ändern“ : Trump klagt schon wieder über den Handel mit Deutschland

  • Aktualisiert am

Donald Trump war am Montag auf einer Gedenkveranstaltung für gefallene amerikanische Soldaten. Bild: AP

Vergangene Woche kritisierte Donald Trump die deutschen Autoverkäufe. Während des G-7-Gipfels gab es Streit über den Handel. Nun legt der Präsident nach. Es klingt wie eine Drohung

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          Zwei Tage hat sich Donald Trump nach dem G-7-Gipfel Zeit gelassen, nun klagt er abermals darüber, dass deutsche Unternehmen mehr in die Vereinigten Staaten verkaufen, als sie von dort einkaufen. Zugleich beschwerte er sich ein weiteres Mal, dass die Bundesrepublik zu wenig Geld ausgebe fürs Militär.

          „Wir haben ein MASSIVES Handelsdefizit mit Deutschland und sie zahlen VIEL WENIGER für die Nato und das Militär, als sie sollten. Sehr schlecht für die Vereinigten Staaten. Das wird sich ändern“, teilte der amerikanische Präsident jetzt über Twitter mit.

          Seit Beginn seiner Amtszeit im Januar hat der frühere Immobilienunternehmer immer wieder öffentlich gemacht, dass ihn gerade der Handel mit Deutschland stört. Am vergangenen Donnerstag klagte er erst während seines Antrittsbesuches bei der EU in Brüssel konkret über die deutschen Autoverkäufe. Auf dem G-7-Treffen auf Sizilien am Wochenende gab es über den Handel ebenfalls Streit; Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und er beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich mit dem Thema beschäftigen soll.

          Am Sonntag dann sagte die Kanzlerin während einer Wahlkampfveranstaltung: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei.“ Der Satz stieß international auf große Resonanz. Er war nicht zuletzt in den Vereinigten Staaten auch von konservativen Politkern mit Sorge teils als Wendepunkt der transatlantischen Beziehungen interpretiert worden.

          Vertreter der SPD wie Außenminister Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Martin Schulz haben den Ton gegenüber der amerikanischen Regierung Trump noch einmal verschärft. Die deutsche Wirtschaft mahnte hingegen zu mehr Gelassenheit.

          Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages (DIHK) warnte vor einer „überzogenen Interpretation“ der Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem G-7-Gipfel. Wenn die Kanzlerin mehr Eigenständigkeit Europas verlange, habe dies mit einer Abkehr von den Vereinigten Staaten nichts zu tun, sagte Schweitzer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Die Kanzlerin hat nur die aktuelle Situation beschrieben.“

          Schweitzer unterstrich die „sehr, sehr wichtige Rolle“ der Vereinigten Staaten für Deutschland und die EU. „Die Vereinigten Staaten sind unser größter Exportkunde. Wir kaufen und verkaufen für mehr als 150 Milliarden Euro pro Jahr Produkte und Dienstleistungen im Amerika-Geschäft.“

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