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Kita-Ersatz : Das Betreuungsgeld boomt

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Immer mehr Eltern beantragen für ihre Kinder das Betreuungsgeld. Bild: dpa

Für deutlich mehr als zweihunderttausend Kinder fließt inzwischen Betreuungsgeld. Dafür entscheiden sich vor allem Eltern in den alten Bundesländern.

          Die Zahl der Kinder, für die Betreuungsgeld fließt, steigt rasant. In den Monaten April bis Juni sind die entsprechenden Mittel für rund 224.000 Kinder gezahlt worden - das sind 79.000 oder beinahe ein Drittel mehr als zu Jahresbeginn, geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Außerdem errechneten die Statistiker, dass gut die Hälfte der Mädchen und Jungen, deren Eltern das Betreuungsgeld bezogen haben, jeweils das einzige Kind im Haushalt sind. 15 Prozent der Bezieher besaßen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

          Seit dem 1. August 2013 haben Eltern Anspruch auf Betreuungsgeld, wenn sie für ihr Kind keine frühkindliche Förderung in Tageseinrichtungen in Anspruch nehmen. Eltern, deren Kinder nach dem 31. Juli 2012 geboren wurden, erhielten bis zum 31. Juli Betreuungsgeld in Höhe von 100 Euro monatlich und seit dem 1. August sind es monatlich 150 Euro. Gezahlt wird vom 15. Lebensmonat des Kindes an für 22 Monate.

          Das Betreuungsgeld war von der schwarz-gelben Koalition eingeführt worden. Gegen diese von der CSU eingebrachte Idee hatte die FDP seinerzeit lange Widerstand geleistet.

          Im früheren Bundesgebiet haben fast vier von fünf Beziehern den Antrag auf Betreuungsgeld für die maximal mögliche Zeit von 22 Monaten gestellt. In den neuen Ländern (einschließlich Berlin) planen das nur zwei von fünf. Die voraussichtliche Bezugsdauer ist dementsprechend in den neuen Ländern mit durchschnittlich 13,7 Monaten deutlich kürzer als im früheren Bundesgebiet (19,6 Monate).

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