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Hillary Clinton : „Ein Land wird Supermacht der sauberen Energie - wir!“

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Hillary Clinton am Ende ihrer Rede in Warren im amerikanischen Bundesstaat Michigan. Bild: AP

Die demokratische Kandidatin Hillary Clinton sagt, was sie als Präsidentin für die Wirtschaft vorhat. Und wo sie sich vom Republikaner Donald Trump unterscheidet.

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          „Ein Land wird die Supermacht der sauberen Energie im 21. Jahrhundert sein und Millionen Arbeitsplätze schaffen - wahrscheinlich entweder China, Deutschland oder Amerika. Ich möchte, dass wir es sind.“ Hillary Clinton hat nun ihre offizielle Rede zur Wirtschaftspolitik gehalten. Einiges davon ist schon aus einem Wahlkampfauftritt von vor zwei Tagen bekannt. Aber eben nicht alles - und nicht unbedingt in dieser Deutlichkeit.

          Dabei erklärte die demokratische Kandidaten für das Weiße Haus nicht nur, was sie will. Sondern auch, wie sie sich nach eigenem Bekunden vom republikanischen Bewerber Donald Trump unterscheidet: Ihm warf sie konkret vor, in seinem Wirtschaftsprogramm die amerikanische Mittelschicht zu vergessen.

          Clinton vs. Trump - zum großen Vergleich der beiden auf FAZ.NET geht es hier entlang.

          Von seinen, Trumps, Steuersenkungs-Vorschlägen würden nur wohlhabende Menschen wie er selbst und seine Unternehmen profitieren, sagte Clinton in Warren im amerikanischen Bundesstaat Michigan. Trump habe keine glaubwürdigen Pläne, um die Probleme anzugehen, denen sich die arbeitenden Menschen heute gegenübersähen. Zudem würde seine Wirtschaftspolitik, die auch harte Verhandlungen von Handelsabkommen beinhaltet, die Wirtschaft in die Rezession stürzen.

          Clinton bekräftigte in ihrer Ansprache vor Arbeitern in einer Fabrikhalle der Luftfahrtindustrie ihre Absage an das geplante Freihandelsabkommen im Pazifikraum (TTP). Sie kündigte auch Neuverhandlungen über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) an.

          „Die Antwort kann nicht sein, zu wüten und zu rasen oder uns von der Welt abzuschneiden“, sagte sie: „Die letztendliche Antwort ist, dafür zu sorgen, dass Handel uns nützt und nicht schadet.“ Sie sei aber gegen jedes Handelsabkommen, das Arbeitsplätze vernichte oder Löhne drücke. Das ist wiederum eine zweifelhafte Aussage, denn: Handel nützt unter dem Strich zwar, haben Ökonomen längst herausgefunden. Aber eben nicht jedem und zu jeder Zeit. Es gibt Menschen, die durch Freihandel ihre Arbeitsplätze tatsächlich verlieren - mindestens vorübergehend.

          Trump entgegnete gegenüber dem Fernsehsender Fox News, er wolle Steuern für Unternehmen senken, um Arbeitsplätze zurück in die Vereinigten Staaten zu holen. Clinton dagegen müsse die Steuern verdoppeln, um die von ihr geplanten höheren Sozialausgaben zu finanzieren.

          Der New Yorker Geschäftsmann hatte am Montag sein Wirtschaftsprogramm vorgestellt. Es reicht von Steuererleichterungen, der Aufkündigung von Handelsabkommen bis zum Abbau von Regulierungshürden. Trump bewegt sich damit in der Tradition klassischer republikanischer Wirtschaftspolitik. Am Donnerstag erweiterte er übrigens seinen Stab an Wirtschaftsberatern um neun weitere Personen, diesmal sind auch Frauen darunter. Er war zuvor auch dafür kritisiert worden, dass das Team zunächst nur aus Männern bestand.

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