https://www.faz.net/-gqe-8vd4t

Haushaltspolitik : Union plädiert für kräftige Steuerentlastungen

  • Aktualisiert am

Carsten Linnemann Bild: dpa

Die Union plant für die kommende Legislaturperiode eine Steuerreform. Nach Meinung einiger Wirtschaftspolitiker soll die Entlastung kleinerer Einkommen deutlich höher ausfallen als bislang geplant.

          1 Min.

          Der Wirtschaftsflügel der Union will die von CDU und CSU geplanten Steuerentlastungen in der nächsten Legislaturperiode erheblich kräftiger ausfallen lassen als von Finanzminister Wolfgang Schäuble avisiert. „Die jährliche Entlastung der Steuerzahler sollte bei mindestens 20 Milliarden Euro, eher bei 30 Milliarden Euro liegen“, sagte der Chef der CDU/CSU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), Carsten Linnemann, der „Rheinischen Post“.

          „Dazu brauchen wir eine große Steuerreform mit dem klaren Ziel, die unteren und mittleren Einkommen zu entlasten“. Zudem plädierte er dafür, schon 2018 den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung auf 2,7 von derzeit 3,0 Prozent des Brutto-Monatsgehalts zu senken.

          Schäuble hatte den Spielraum für Steuerentlastungen bislang auf etwa 15 Milliarden Euro veranschlagt. Auch beim Abbau des Solidaritätszuschlags will Linnemann rascher vorgehen als vom Bundesfinanzminister vorgeschlagen. Er möchte den Soli „in zwei bis drei Schritten bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode komplett abbauen“.

          Die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sprach sich in der gleichen Zeitung ebenfalls für großangelegte Senkungen der Steuerlast aus. „Wir planen für die kommende Legislaturperiode eine große Steuerreform mit Steuerentlastungen, von denen alle Bürger profitieren, insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen“, sagte sie. Zudem solle der Soli schrittweise fallen.

          Weitere Themen

          Nur ein bisschen links

          Parteitag der Grünen : Nur ein bisschen links

          48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.

          Topmeldungen

          Das Spitzenduo der Grünen: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Robert Habeck.

          Parteitag der Grünen : Nur ein bisschen links

          48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.
          Der Sitz der amerikanischen Zentralbank in Washington

          Hohe Teuerungsraten : Die Rückkehr der Inflation

          In Amerika sind die Preise um 5 Prozent gestiegen. In Deutschland dürfte die Inflationsrate bald 4 Prozent erreichen. Was sagt die Wirtschaftstheorie dazu?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.