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Energiewende : Hat Eon genug Geld für den Rückbau der Atomkraftwerke?

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Das AKW Grohnde: Reichen die Rückstellungen für den Rückbau der Atomkraftwerke? Bild: dpa

Die Aufspaltung des Energiekonzerns Eon schürt die Angst, dass für den Rückbau der Atomkraftwerke der Steuerzahler aufkommen muss. Ein Gutachten soll klären, wie wahrscheinlich das ist.

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          Die Bundesregierung hat offenbar Sorgen, dass die Rückstellungen von Eon für den Rückbau der Atomkraftwerke nicht ausreichen könnten. Das Bundeswirtschaftsministerium habe deshalb ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, wie sicher die Reserven sind, berichtet der „Spiegel“. Es soll noch vor Jahresende fertiggestellt sein.

          Eon hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass es einen radikalen Konzernumbau vorbereitet. Das Geschäft mit der Stromerzeugung aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken sowie der Energiehandel sollen 2016 mehrheitlich an die Aktionäre abgegeben und der Rest an die Börse gebracht werden. Der verbleibende Konzern besteht dann noch aus der Erzeugung von Ökostrom, dem Betrieb der Strom- und Gasnetze sowie dem Vertriebsgeschäft.

          Durch die Energiewende unter Druck geraten

          Deutschlands größter Energiekonzern war durch die Energiewende unter Druck geraten und reagiert mit der Aufspaltung auf den Preisverfall bei den Großhandelspreisen für Strom. Diese sind wegen der Überkapazitäten an Kraftwerken und dem Ausbau des Ökostroms allein seit Anfang 2013 um mehr als ein Viertel gefallen.

          Die Entscheidung von Eon schürte die Angst davor, dass für den Rückbau der Atomkraftwerke der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden könnte. So bezweifelte etwa die Grünen-Politikerin und frühere Umweltministerin von Nordrhein-Westfalen, Bärbel Höhn, dass die von Eon bisher aufgebauten Rückstellungen dafür ausreichen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace mahnte die Bundesregierung, dafür zu sorgen, dass nicht der Steuerzahler die Kosten trage. Eon-Chef Johannes Teyssen wies den Verdacht zurück, der Energiekonzern wolle sich durch den Radikalumbau aus der Verantwortung für die Altlasten der Kernenergie stehlen. Auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bezeichnete entsprechende Sorgen als unbegründet.

          Dem „Spiegel“-Bericht zufolge will die Bundesregierung nun deutlich schneller als geplant ein neues Modell für den Energiemarkt beschließen, um konventionelle und erneuerbare Stromerzeugung besser zu verzahnen. Das Kanzleramt plane, noch bis Sommer 2015 ein Gesetz zum Strommarktdesign durch den Bundestag zu bekommen. Wirtschaftsminister Gabriel wolle eine Kraftwerksreserve aus alten Kohlemeilern aufbauen. In wenigen Jahren könne sogar eine noch umfangreichere Unterstützung für Kohle- und Gaskraftwerke nötig sein. „Wir sollten den Wählern ganz ehrlich sagen, dass weiter steigende Energiekosten auf sie zukommen“, sagte der CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs dem Magazin.

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