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Neues Elektromobilitätsgesetz : Kostenlose Parkplätze für Elektroautos

  • Aktualisiert am

Bisher gibt es nur wenige Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge. Bild: dpa

Fahrer von Elektroautos sollen künftig Privilegien erhalten - etwa gratis parken und Busspuren nutzen dürfen. So will die Bundesregierung der Antriebstechnik zum Durchbruch verhelfen.

          Die Bundesregierung hat eine weitere Anschubhilfe für Elektroautos beschlossen. Das Kabinett billigte am Mittwoch in Berlin das sogenannte Elektromobilitätsgesetz, mit dem Elektroautos im Straßenverkehr bevorzugt und aus ihrem bisherigen Nischendasein herausgeholt werden sollen.

          So soll den Kommunen unter anderem das Recht eingeräumt werden, kostenlose Parkplätze für Elektroautos zu reservieren und die Nutzung von Busspuren zu erlauben. Kaufprämien lehnt die Bundesregierung ab. Sie fördert stattdessen Forschung und Entwicklung.

          Freie Fahrt auf Busspuren als Anreiz zum Kauf eines Elektrofahrzeugs wird von vielen Großstädten allerdings abgelehnt. Die Spuren seien grundsätzlich dazu gedacht, den Öffentlichen Personennahverkehr zu beschleunigen, heißt es vielerorts. Auch mögliche kostenlose Parkplätze für Elektroautos sehen Kommunen kritisch.

          Die Bundesregierung will mehr umweltfreundliche Elektroautos auf die Straßen bringen. Ihr Ziel ist es, dass es im Jahr 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland gibt. Bisher gibt es nur wenige Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden von Januar bis August knapp 4800 Elektroautos neu zugelassen, dazu kamen rund 16.000 Hybridautos mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Beim Fahrzeugbestand gab es laut KBA Anfang Januar rund 12.000 Fahrzeuge mit Elektro- und etwa 85.500 mit Hybridantrieb - bei insgesamt 43,9 Millionen Pkw in der Bundesrepublik. Neuzulassungen seit Jahresanfang können aber nicht einfach zum Bestand dazugerechnet werden, weil es sein kann, dass Autos inzwischen abgemeldet wurden.

          Als größte Probleme gelten eine relativ geringe Reichweite der Autos, hohe Anschaffungskosten und eine kaum ausgebaute Infrastruktur wie Ladestationen.

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