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Niedriger Milchpreis : Schmidt fordert Zugeständnisse beim „Milchgipfel“

  • Aktualisiert am

20 Cent bekommen Milchbauern vielerorts nur noch für den Liter Milch. Bild: obs

Der Bundeslandwirtschaftsminister berät heute mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel über die Milchkrise. Vorab verspricht er Linderung für die Landwirte.

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          Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will die unter einem Preiseinbruch leidenden Milchbauern umgehend unterstützen. „Ich werde Hilfen im steuerlichen Bereich, Hilfen bei der Existenzsicherung geben“, kündigte der CSU-Politiker kurz vor einem Treffen mit Vertretern der Bauern, der Milchindustrie und des Handels am Montag in der ARD an. Er gehe von Investitionen im dreistelligen Millionenbereich seitens des Bundes aus. Allerdings „müssten auch die Länder ihre Verantwortung wahrnehmen“. In der kommenden Woche werde er sich diesbezüglich mit den zuständigen Ministern treffen.

          Der Minister fordert für seinen „Milchgipfel“ am Montag Mithilfe von allen Beteiligten - Molkereien, Handel und Landwirten. „Ich werde sehr offen und deutlich sein, weil ich es nicht akzeptieren kann, dass jeder mit dem Finger auf den anderen zeigt“, sagte er der ARD. Die Bauern seien allerdings diejenigen, die derzeit allein die Marktrisiken tragen müssten - sie seien in einer „katastrophalen Situation“. Molkereien, Handel und Verbraucher müssten zu Zugeständnissen bereit sein. „Ich suche nicht nach Schuldigen, ich suche nach Lösungen“, sagte Schmidt.

          Derzeit erhalten die Landwirte nur noch etwa 20 Cent pro Liter Milch, was die Kosten bei weitem nicht deckt. Der Preis müsse wieder steigen, betonte Schmidt. Er sei „sehr davon überzeugt, dass die Verbraucher bereit sind, einen angemessenen Preis zu zahlen“. Zugleich kündigte der Minister an, langfristig auch etwas an der Marktausrichtung ändern zu wollen. Dazu gehörten mehr „Kreativität, neue Markenprodukte, auch Managementfragen - all das muss auf den Tisch“.

          Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, schlug im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor, zeitlich befristet die Milchproduktion zu senken. Dies müsse europaweit koordiniert werden, sagte Schaber. Der Milchbauernverband ist nach eigenen Angaben nicht zum sogenannten Milchgipfel eingeladen worden.

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