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Bundesbank-Vorstand Dombret : „Die EZB wird bei uns Lücken schlagen“

  • Aktualisiert am

Andreas Dombret, Vorstand der Bundesbank Bild: Röth, Frank

Bundesbank-Vorstand Dombret rechnet mit einem personellen Aderlass in der Notenbank. Ein Wechsel zur EZB sei für Bundesbanker reizvoll, sagte Dombret der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Schließlich baut die gerade eine Europäische Bankenaufsicht auf.

          Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret rechnet mit einem einen personellen Aderlass in der Notenbank. „Die EZB wird bei uns Lücken schlagen“, sagt Dombret der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er erwartet, dass viele Bundesbanker dem Lockruf der Europäischen Zentralbank folgen, die gerade eine Europäische Bankenaufsicht aufbaut. „Natürlich ist es reizvoll, beim Aufbau einer neuen Aufsichtsinstitution mitzuwirken“, sagte der neuerdings für die Bankenaufsicht zuständige Dombret. „Diese Überlegung ist für viele Kollegen umso naheliegender, zumal wir in der selben Stadt angesiedelt sind und ein Wechsel insofern einfach ist.“

          Die Bundesbank ergreift laut Dombret jedoch keine Maßnahmen, um einen Wechsel zu unterbinden. „Wir stigmatisieren niemanden, im Gegenteil: Wir geben Wechselwilligen Fallschirme mit, indem wir für bis zu fünf Jahre Rückfahrscheine anbieten. Wir befördern die Kollegen, die zur EZB wechseln, sogar in Abwesenheit – so als würden sie hierbleiben.“ Die freiwerdenden Lücken werde die Bundesbank wieder schließen, sagte Dombret: „Die Arbeit, und auch die Stellen, werden nicht weniger.“

          Das vollständige Interview mit Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie ab 20 Uhr im E-Paper.

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