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Bundesarbeitsministerium : Volle Rente mit 63 für jeden Vierten

  • Aktualisiert am

Arbeitsagenturchef Frank-Jürgen Weise Bild: dpa

Jeder vierte Neu-Rentner könnte mit 63 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand gehen. Dies bestätigte das Arbeitsministerium auf eine Anfrage der Grünen.

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          Nach Einschätzung des Bundesarbeitsministeriums könnte bald jeder vierte Neu-Rentner mit 63 Jahren ohne Abschläge in Ruhestand gehen. „Anfänglich können rund 200.000 Personen von der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren profitieren. Davon ist schätzungsweise etwa ein Viertel Frauen“, schreibt der Staatssekretär Jörg Asmussen (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen. Damit wären von der geplanten Neuregelung der Koalition zunächst knapp 30 Prozent eines Neurentner-Jahrgangs begünstigt.

          Der Anteil wird sich nach Ansicht des Ministeriums in der Folgezeit bei etwa 25 Prozent einpendeln. Nach dem Willen der Regierung sollen in die nötigen 45 Beitragsjahre auch Zeiten der Kurzzeitarbeitslosigkeit eingerechnet werden. Weil langjährig Beschäftigte sich laut Gesetzentwurf schon mit 61 Jahren arbeitslos melden und dann bis zur Rente Arbeitslosengeld I beziehen können, drohen der Arbeitslosenversicherung sogar Mehrkosten in Milliardenhöhe.

          Dies rechnete Frank-Jürgen Weise, der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Haushaltsausschuss des Bundestages vor. Sollten 5 Prozent der Berechtigten davon Gebrauch machen, lägen die Kosten bei 190 Millionen Euro im Jahr, bei 25 Prozent könnten es 1,7 Milliarden Euro sein.

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